Panorama

Medaillenregen für deutsches Team

19.07.2022 - Bei der Internationalen PhysikOlympiade platzierte sich das deutsche Schülerteam in diesem Jahr als zweitbeste europäische Nation.

Vom 10. bis 17. Juli fand die 52. Internationale PhysikOlympiade (IPhO) als Online-Wettbewerb statt. Die Schweiz war als Hauptorganisator für die Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich, an dem fast 370 junge Talente aus 75 Ländern teilnahmen. Am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg kamen fünf Delegationen zusammen, um an der IPhO teilzunehmen. Dort erlebten die Schülerinnen und Schüler eine aufregende Wettbewerbswoche. Das deutsche Team schnitt sehr erfolgreich ab und sicherte sich mit zwei Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen die Platzierung als zweitbeste europäische Nation.

Einmal im Jahr stellen die besten Physiknachwuchstalente der Welt bei der Internationalen PhysikOlympiade ihr Können unter Beweis und wetteifern um die olympischen Medaillen. Knobeln, Rechnen, Messen gehören dabei genauso dazu wie das Knüpfen von Kontakten zu Menschen aus aller Welt. Ursprünglich sollte der diesjährige Wettbewerb in Belarus stattfinden, doch angesichts des Ukrainekriegs wurde Belarus das Ausrichtungsrecht entzogen, und die Schweiz ist kurzfristig als Organisator eingesprungen. Da es in der Kürze der Zeit nicht realistisch war, einen Wettbewerb vor Ort zu organisieren, fand die 52. IPhO online statt. Unterstützt wurden die Gastgeber vom Sekretariat der IPhO und einem internationalen akademischen Komitee, das die Aufgaben erstellt hat.

Um den Physiktalenten dennoch den direkten Kontakt zu anderen Teilnehmenden zu ermöglichen, hat die PhysikOlympiade in Deutschland in Kooperation mit dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg eine
Veranstaltung organisiert, an der neben der deutschen Delegation auch die Teams aus Dänemark, Estland, Tschechien und Slowenien teilnahmen. Während der Woche am DESY gab es neben den Wettbewerbsklausuren einiges Physikalisches zu entdecken. Darüber hinaus konnten die Teilnehmenden die Stadt Hamburg erkunden.

Für Deutschland hatten sich Théo Lequy (Werner-von-Siemens-Gymnasium, Magdeburg), Finnley Paolella (Gymnasium Kronshagen), Lukas Tyben (Gymnasium Nordhorn), Richard Ueltzen (Albert-Schweitzer-Gymnasium, Erfurt) sowie Christian Vogel (Max-Planck-Gymnasium, Groß-Umstadt) bei einer vierstufigen PhysikOlympiade in Deutschland, an der knapp 900 Schüler:innen teilgenommen hatten, für die IPhO qualifiziert. Die fachliche Betreuung des Teams haben Stefan Petersen, Wettbewerbsleiter der PhysikOlympiade in Deutschland vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel (IPN), sowie die ehemaligen IPhO-Teilnehmer Pascal Reeck, Christian Schmidt und Sebastian-Philip Harris übernommen.

Zentrales Element der IPhO sind die zwei fünfstündigen Klausuren in theoretischer und experimenteller Physik. Wie immer waren die Aufgaben ausgesprochen anspruchsvoll: Die Simulationsexperimente befassten sich mit Fallexperimenten auf einem fremden Planeten sowie Eigenschaften von Vakuumdioden. In der Theorie ging es unter anderem um die Physik von Permanentmagneten, das Skalierungsverhalten physikalischer Gesetze und das James-Webb-Space-Telecope. 

Die deutschen Teammitglieder zeigten beachtliche Leistungen und sicherten sich insgesamt fünf Medaillen. Je eine Bronzemedaille ging an Lukas Tyben und Christian Vogel. Richard Ueltzen sicherte sich eine Silbermedaille. Finnley Paolella und Théo Lequy landeten auf den Plätzen 16 und 17 von insgesamt 368 Teilnehmenden und zählen damit zu den besten fünf Prozent im gesamten Teilnehmerfeld. Dafür erhielten beide eine Goldmedaille. Im inoffiziellen Länderranking erreicht das deutsche Team damit einen hervorragenden 10. Platz und ist nach Rumänien das zweitbeste europäische Team. Die erfolgreichsten Olympioniken stammen erneut aus Asien.

Bereits jetzt wirft die 53. Internationale PhysikOlympiade ihre Schatten voraus: Sie wird in Japan stattfinden, und die Anmeldung dafür ist bereits geöffnet.

Stefan Petersen / Maike Pfalz

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