Forschung

Weltraumwetter auf den Schirm!

19.04.2013 - Die ESA hat ihr Koordinierungszentrum für Sonnenstürme eingeweiht.

Den Galliern wird nachgesagt, sie hätten Angst davor, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. So ganz ungerechtfertigt ist diese Angst nicht, wenn man etwa an den Meteoriteneinschlag in Russland vom 15. Februar denkt. Und auch die Sonne bringt nicht nur das Gute von oben, sondern kann durch Eruptionen und koronale Massenauswürfe schädliche Einflüsse auf der Erde ausüben. So könen starke Teilchenströme von der Sonne die empfindliche Elektronik von Kommunikations- und Navigationssatelliten, den Flugverkehr oder Astronauten gefährden.

Daher ist es immer wichtiger geworden, das „Weltraumwetter“ möglichst genau zu verfolgen oder sogar vorhersagen zu können. Zu diesem Zweck hat die Europäische Weltraumorganisation ESA Anfang April ein Koordinierungszentrum für Weltraumwetter (SSCC) eingeweiht. Es ist das erste Zentrum dieser Art im Rahmen des ESA-Programms zur Erfassung der Weltraumlage und am „Spacepole“ in Brüssel angesiedelt, wo sich unter anderem auch das belgische Königliche Meteorologische Institut befindet.

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Im ESA-Koordinierungszentrum SSCC in Brüssel laufen alle Daten über das Weltraumwetter zusammen. (Foto: ROB/Royal Observatory Belgium)

Das SSCC dient als zentrale europäische Anlaufstelle für alle Bereiche des Weltraumwetters. Vom Kontrollraum beobachten Experten die Sonne, die Weltraumumgebung und das Umfeld der Erde, um potenzielle Auswirkungen von Weltraumwetterphänomenen auf wirtschaftlich wichtige Infrastrukturen und Tätigkeiten wie Erdgas- und Erdölförderung, Stromverteilung und Navigation so früh wie möglich zu erkennen. Ziel dabei ist es, einen eigenständigen europäischen Weltraumwetterdienst zu gewährleisten. Das Zentrum koordiniert daher insbesondere die Daten aus europäischen Diensten, wie die Space Weather European Network of Services (SWENET).

Das nächste Maximum der Sonnenaktivität erwarten Experten Mitte dieses Jahres. Auch wenn es voraussichtlich wesentlich schwächer ausfällt als sein Vorgänger im Zeitraum 2000/2002, dürfte es ein guter Testfall für die europäische Weltraumwettervorhersage sein.

Alexander Pawlak

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