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Deutsches Nationalteam fit für den Physik-Weltcup

02.07.2019 - Vom 6. bis 13. Juli messen sich fünf physikbegeisterte Jugendliche aus Deutschland in Warschau mit der Weltspitze.

Das deutsche Nationalteam, bestehend aus Saskia Drechsel (Dippoldis­walde, Sachsen), Fabian Henn und Fabio Briem (beide Langenau, Baden-Württemberg) sowie Frederik Gareis und Berin Becic (beide Kronach, Bayern), sieht sich gut gerüstet für den inter­nationalen Physik-Wettbewerb IYPT, der vom 6. bis 13. Juli in Warschau stattfindet. Die fünf Jugendlichen freuen sich schon darauf, den anderen Teams aus fast vierzig Nationen die Lösungen der von ihnen ausge­arbeiteten Physik-Rätsel präsentieren zu können.

„Wir hoffen, dass unsere fünf jungen Leute wieder ähnlich gut abschneiden wie das Vorjahres­team“, sagt Florian Oster­maier, der die Vorauswahl leitete und das Team nach Warschau begleiten wird. Beim vergangenen IYPT in Peking erreichte die deutsche Mannschaft als einziges nicht-asiatisches Team das Finale. Ihr dritter Platz wurde schluss­endlich mit einer Gold­medaille belohnt.

Das deutsche Nationalteam, das nun nach Warschau fährt, formierte sich nach Erfolgen bei der deutschen Physik­meister­schaft für Schülerinnen und Schüler, dem German Young Physicists´ Tournament GYPT, im Physik­zentrum in Bad Honnef im März dieses Jahres sowie nach einem dreitägigen Workshop an der Universität Ulm.

Im Alter zwischen 17 und 18 Jahren sind alle noch sehr jung. Saskia Drechsel (17) vom Glückauf-Gymnasium in Dippoldis­walde, Sachsen, und Frederik Gareis (18) vom Franken­wald-Gymnasium, Kronach, waren aller­dings schon in Peking dabei. Zusammen mit Fabian Henn (17) vom Robert-Bosch Gymnasium, Langenau, ist Saskia Drechsel die Jüngste im Team. Saskia gehörte zudem bereits zum Gewinner­team des GYPT, dem auch Berin Becic (17) und Frederik Gareis (18), beide vom Franken­wald-Gymnasium in Kronach, angehörten. Fabio Briem (17) und Fabian Henn, beide vom Robert-Bosch Gymnasium, Langenau, holten sich Silber beim GYPT im Physik­zentrum Bad Honnef. Kapitän der Mannschaft ist Frederik Gareis.

 

Beim International Young Physicists´ Tournament IYPT tragen die Teams in „Fights“ die zu Hause erarbeiteten Lösungs­vorschläge zu 17 physika­lischen Aufgaben vor, wobei eine gegnerische Mannschaft bestimmt, welches Problem vorgetragen wird. Während die Gegner anschließend versuchen, Schwach­stellen in der Argumen­tation aufzudecken, beurteilt ein drittes Team als Reviewer sowohl den Vortragenden als auch den Opponenten. Eine Jury aus Lehrkräften sowie Wissenschaftlern bewertet schließlich alle drei Teams. Dabei kommt es nicht nur auf physika­lisches Fachwissen an, sondern ebenso auf Fairness und die Fähigkeit, in englischer Sprache zu kommunizieren.

 „Es ist wie im Fußball: Nicht nur die jeweilige individuelle Leistung ist ausschlaggebend, sondern wir haben ein Team zusammen­gestellt, von dem wir glauben, dass es die besten Chancen in Warschau hat“, sagt Oster­maier. „Unbestritten haben alle Kandidatinnen und Kandidaten bereits Hervor­ragendes geleistet. Allerdings brauchen wir nicht nur Leute, die ihre Aufgaben souverän präsentieren können, sondern ebenfalls welche mit rascher Auffassungs­gabe, die schnell und deutlich die Schwachstellen in der Argumen­tation der anderen Teams benennen können, sowie Team­mitglieder, die in der Rolle als Reviewer glänzen. Besten­falls ist man bei allen drei Disziplinen spitze.“

DPG / RK

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