16.05.2012

Zwei Astrophysikerinnen für die Junge Akademie

Leopoldina und Berlin-Brandenburgische Akademie wählten zehn Mitglieder neu, darunter Julia Becker und Lisa Kaltenegger.

RUB-Juniorprofessorin Julia Becker vom Lehrstuhl Hochenergie-Astroteilchenphysik und Lisa Kaltenegger, Emmy-Noether-Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, sind in die Junge Akademie aufgenommen worden. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gründeten die Akademie für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Jahr 2000. Ziel ist es, den interdisziplinären Diskurs zwischen den Mitgliedern sowie Initiativen an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Für zehn offene Plätze waren 78 Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen.

Abb.: Juniorprofessorin Dr. Julia Becker (Bild: RUB)

Julia Becker studierte Physik an den Universitäten Wuppertal und Örebro (Schweden). Ihre Doktorarbeit in der Physik schloss sie 2007 an der Technischen Universität Dortmund ab. Anschließend war sie als PostDoc in Dortmund und Göteborg tätig. Seit 2009 lehrt und forscht sie als Juniorprofessorin am Lehrstuhl für Hochenergie-Astroteilchenphysik, wo sie sich Fragen widmet wie: Woraus besteht das Universum? Was ist dunkle Materie? Und woher kommt die kosmische Strahlung?

Lisa Kaltenegger (34), vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg. Sie beschäftigt sich mit der Charakterisierung von Atmosphären um erdähnliche Planeten. Seit 2010 ist die erfolgreiche Nachwuchswissenschaftlerin Leiterin einer Emmy Noether-Gruppe am MPIA und gleichzeitig Research Associate des Harvard Smithsonian Center for Astrophysics.

Abb.: Die Astrophysikerin Lisa Kaltenegger beschäftigt sich mit der Charakterisierung der Atmosphären erdähnlicher Exoplaneten. (Bild: Eric Jaffe)

Kaltenegger, die auch über ein umfassendes ingenieurtechnisches Wissen verfügt, bestimmt die internationale Entwicklung auf dem Gebiet der Modellierung der Atmosphären um erdähnliche Planeten und ihrer Wechselwirkungen mit der Planetenoberfläche, heißt es in der Laudatio. Sie verfügt über eines der wichtigsten Werkzeuge zur Analyse von astronomischen Spektren extrasolarer Planeten und ist damit zu einem gefragten Ansprechpartner für Gruppen weltweit geworden. Sie gilt als eine der produktivsten jungen Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der modernen Astrophysik. Über Ihre Forschung berichtet sie in der Februar-Ausgabe 2012 des Physik Journal.

RUB / Junge Akademie / Phys. J. / OD

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