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Gute Lehre in Pandemiezeiten

24.03.2021 - Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2021.

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschul­lehre in Mathematik und den Natur­wissenschaften geht in diesem Jahr an Katrin Meyer von der Georg-August-Universität Göttingen (Biologie), Olalla Vázquez von der Philipps-Universität Marburg (Chemie), Brigitte Forster-Heinlein von der Universität Passau (Mathematik) sowie an Christian Hoffmann von der Natur­wissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität des Saarlandes (Physik). Der Ars legendi-Fakultäten­preis Mathematik und Natur­wissenschaften zeichnet Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende, innovative und beispiel­gebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung aus. Der Preis wird vom Stifter­verband, dem Verband Biologie, Biowissen­schaften und Biomedizin in Deutschland, der Gesellschaft Deutscher Chemiker, der Deutschen Mathe­matiker-Vereinigung und der Deutschen Physi­kalischen Gesellschaft ausgelobt.

Der Preis ist mit je 5.000 Euro dotiert und wird seit 2014 jährlich in den Kategorien Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vergeben. Die Auswahl der Preis­trägerinnen und Preisträger traf eine Jury aus Studierenden und Lehrenden der einzelnen Fächer und Vertretern der Hochschul­didaktik. Sie sprach den Ars legendi-Fakultäten­preis Mathematik und Naturwissen­schaften 2021 folgenden Hochschul­lehrerinnen und Hochschul­lehrern zu:

Kategorie Biologie: Katrin Meyer von der Fakultät für Forst­wissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen konnte die Jury mit ihrem Konzept „Theorie erleben“ überzeugen. Bereits vor der Corona-Pandemie hat sie ein attraktives Online-Lehrangebot entwickelt, das die – oft nur kursorisch behandelten – theo­retischen Grundlagen der Ökologie ganz bewusst in den Mittelpunkt stellt. Ihre interaktiven „Theorie-Erlebnisse“ vermitteln sowohl Methoden­kompetenz als auch Fach- und Sozial­kompetenzen. Die Jury zeigte sich von ihrem sehr inter­aktiven Ansatz, dem Meta-Team-Konzept und auch der Differen­zierung der Aufgaben nach Leistungs­niveaus beeindruckt.

Kategorie Chemie: Olalla Vázquez, Professorin für Chemische Biologie an der Philipps-Universität Marburg, gewann die Jury durch ein Lehrkonzept für sich, bei dem die realistische und umfassende Vermittlung des wissen­schaftlichen Prozesses im Mittelpunkt steht. Mit Kursen, deren Inhalte und Gestaltung sich konsequent an der aktuellen Forschung orientieren, bereitet sie Studierende passgenau auf Tätig­keiten in der Forschung vor. Besonderen Wert legt sie dabei auf die Vermittlung breiter Methoden­kenntnis, Präsentations­erfahrungen, aktives Lernen und Eigen­verantwortung.

Kategorie Mathematik: Brigitte Forster-Heinlein, Professorin für Angewandte Mathe­matik der Universität Passau, faszinierte die Jury durch den Aufbau eines Hands-On-Mathe-Museums. Dessen zentrale Exponate gehen auf Abschluss­arbeiten von Mathematik­studierenden der Fakultät zurück, die damit nicht nur fachliche Kompetenz belegen, sondern auch kommunikative Fähig­keiten trainieren. Der Umstand, dass die Absol­ventinnen und Absolventen mit Schülerinnen und Schülern eng zusammenarbeiten sowie der Umstand, dass die eigene Abschluss­arbeit dann öffentlich zugänglich sein wird, sorgt für zusätzliche Moti­vation bei den Studierenden.

Kategorie Physik: Christian Hoffmann von der Natur­wissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität des Saarlandes beeindruckte die Jury mit seinen inter­disziplinär angelegten Veran­staltungen für Studierende der Physik, Ingenieur- und Rechts­wissenschaften. Er verbindet Theorie und Experiment in hervor­ragender Weise in vielfältigen Veranstaltungen, die sich durch Inter­aktivität auszeichnen. Neben einem hohen fachlichen Anspruch legt er in seiner Ausbildung Wert auf die Vermittlung von IT-Kompetenzen nach dem Grundsatz „beherrschen statt bedienen“.

Die Verleihung des Ars Legendi-Fakultäten­preises Mathematik und Natur­wissenschaften wird im Juni dieses Jahres im Rahmen einer Online-Veran­staltung stattfinden. Da die Verleihung des Preises 2020 pandemie­bedingt abgesagt werden musste, sollen auch die Preis­trägerinnen und Preisträger des vergangenen Jahres bei der Online-Veran­staltung gewürdigt werden. Der Veranstaltungs­termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

DPG / JOL

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