Rezension

Das Weltall

Jan Paul Schutten und Floor Rieder: Das Weltall oder das Geheimnis, wie aus nichts etwas wurde, Gerstenberg, Hildesheim 2021, 160 S., geb., 26 €, ISBN 9783836960380

Wie ist unsere Welt entstanden, und zwar aus dem Nichts? Dies ist die zentrale Frage, der Jan Paul Schutten in diesem Buch kindgerecht auf den Grund gehen möchte. Dabei nimmt er die Leserschaft mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wobei er sich rasch der Zeit des Urknalls nähert.

Auf seiner Zeitreise erklärt er viele wichtige physikalische Rätsel, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen: Was bedeutet Zeitreise physikalisch? Welche Sterne oder Galaxien begegnen uns auf unserer Zeitreise? Welche Zyklen durchläuft ein Stern wie unsere Sonne? Aus was bestehen Sterne, der Mensch oder Vollmilchnussschokolade? Und wie sah unsere Welt vor 13,4 Milliarden Jahren aus? Im Buch, das sich laut Verlag an Kinder ab zwölf Jahren richtet, geht Schutten inhaltlich ans Eingemachte: Er – selbst studierter Kommunikationswissenschaftler – erklärt nicht nur, wie die Sterne entstanden sind oder welche Theorien es für den Urknall gibt, sondern macht auch vor Relativitätstheorie, Stringtheorie oder der Quantengravitation nicht halt.

Den roten Faden durch das Buch bildet zunächst die Zeitreise, doch schnell erschließt er sich nicht mehr: Den Ausführungen kann man immer schlechter folgen, zumal die Inhalte auch anspruchsvoller werden und sich immer weniger für das angedachte Zielpublikum eignen.

Wer hier ein Buch vermutet, das sich mit dem Weltall, den Sternen, Planeten und ihren Monden beschäftigt, wird enttäuscht, weil es tatsächlich um die grundsätzlichen Fragen der Kosmologie geht – um den Urknall, die Stern- und Galaxienentstehung, das Entstehen der Elemente sowie Dunkle Materie und Dunkle Energie. Die Illustrationen von Floor Rieder lockern das Buch hübsch auf, manche erscheinen allerdings überladen.

Meine Kinder haben zunächst beide neugierig in dem Buch geblättert: Meine achtjährige Tochter hat sich grundsätzlich brennend für die Frage interessiert, was man sich unter dem Urknall vorstellen kann, wie es dazu kam und vor allem, was vor dem Urknall war. Doch den Ausführungen des Buches konnte sie selbst mit zusätzlichen Erklärungen nicht folgen. Mein elfjähriger Sohn dagegen fand das Buch zu bunt.

Während der etwas bemühte Humor selbst Zwölfjährigen nur ein müdes Lächeln entlocken dürfte, eignet sich das Buch aus meiner Sicht eher für ältere Jugendliche, die das Buch aber vermutlich dennoch zusammen mit ihren Eltern lesen sollten, da beim Lesen viele weitere Fragen auftauchen.

Maike Pfalz

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