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Verfolgt und vertrieben

25.09.2020 - Ein Symposium befasst sich mit dem Schicksal jüdischer Mitarbeiter der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt im Nationalsozialismus.

Die Physikalisch-Technische Reichsanstalt (PTR) war seit ihrer Gründung im Jahre 1887 nicht nur die oberste metrologische Behörde Deutschlands, sondern auch eine der national wie international bedeutendsten Institutionen metrologischer und insbesondere physikalischer Forschung.

Während des Dritten Reichs leiteten zwei altgediente und hochrangige Anhänger des Nationalsozialismus die Reichsanstalt – zwischen 1933 und 1939 der Physiker und Nobelpreisträger Johannes Stark und von 1939 bis 1945 der Hochfrequenzphysiker und Wissenschaftsmanager Abraham Esau.

Seit einigen Jahren widmet sich ein Forschungsprojekt unter Leitung von Dieter Hoffmann vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte der Geschichte der Reichsanstalt und arbeitet ihre Integration in das nationalsozialistische Herrschaftssystem zwischen 1933 und 1945 auf.

Ein Symposium befasst sich nun mit den jüdischen PTR-Mitarbeitern, die infolge des im April 1933 erlassenen, nationalsozialistischen Gesetzes zur „Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ entlassen und Opfer antisemitischer, politischer und weltanschaulicher Verfolgung und Vertreibung wurden.

Das Symposium findet am 30. September ab 10 Uhr im Helmholtz-Bau des Instituts Berlin der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) statt und wird zugleich als Videostream übertragen. Dieser ist auf der Webseite zum Symposium (siehe unten) am Tag der Veranstaltung aufrufbar.

Die Vorträge behandeln den Forschungsstand zur Vertreibung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Nationalsozialismus (M. Grüttner, TU Berlin) und stellen dar, wie das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 an der PTR umgesetzt wurde (Dieter Hoffmann, MPIWG / PTB Berlin).

Andere Vorträge behandeln Einzelschicksale, wie das von Max Jakob, der ab 1914 an der PRT Leiter des Laboratoriums für Wärmetechnik und des Laboratoriums für Viskosität war. Er wurde 1934 aufgrund seiner jüdischen Abstammung entlassen und emigrierte daraufhin in die Vereinigten Staaten.

PTB / Alexander Pawlak

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