Forschung

Umfrage zur Weltraumforschung

15.03.2019 - Die ESA fragt die Bürgerinnen und Bürger nach ihren Prioritäten für die Erforschung des Weltraums.

Um großen Forschungsfragen nachzugehen braucht es meist einen langen Atem, erst recht, wenn es um das Universum geht: Wie sind die Milchstraße und unser Sonnensystem entstanden? Gibt es außerhalb der Erde Welten, auf denen Leben möglich ist? Wie entwickeln sich Sterne oder Schwarze Löcher? Die wissenschaftlichen Missionen der Europäischen Weltraumorganisation ESA sollen dabei helfen, diese und andere Fragen zu beantworten.

Vom ersten Entwurf über die Entwicklung bis hin zum Start und den wissenschaftlichen Ergebnissen können bei großen Raumfahrtmissionen bis zu zwei oder gar drei Jahrzehnte vergehen. Die Rosetta-Mission, die sich 2004 auf den Weg zur Beobachtung des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko machte, um schließlich 2014 den Lander Philae auf dessen Oberfläche abzusetzen, war Bestandteil von „Horizon 2000“. Die Entwicklung dieses ESA-Programms hatte bereits 1984 begonnen.

Die Planungen für die ESA-Missionen zur Weltraumforschung umfassen in der Regel zehn Jahre, der aktuelle Planungszyklus ist „Cosmic Vision 2015 – 2025“. Doch bereits jetzt denken die Verantwortlichen der ESA an den übernächsten Zyklus „Voyage 2050“ für den Zeitraum 2035 bis 2050. An den dafür nötigen Zielsetzungen und Planungen soll nun neben der Fach-Community erstmals auch die Öffentlichkeit über eine Online-Umfrage beteiligt werden, die bis Ende Juni dauern wird. Dabei wird keinerlei Fachwissen über raumfahrtwissenschaftliche Themen vorausgesetzt.

„Unsere Missionen werden von den Mitgliedsstaaten und somit von den Bürgern finanziert“, sagt Günther Hasinger, ESA-Direktor für Wissenschaft: „Wir wollen hören, was diese zu sagen haben und unsere nächsten Missionen auf eine offene und transparente Art und Weise gestalten.“

Für die wissenschaftliche Gemeinschaft hat die ESA einen „Call for White Papers“ gestartet. Dabei geht es vor allem darum, welche Forschungsthemen bei Voyage 2050 Priorität haben sollen, jedoch noch nicht um Vorschläge für bestimmte Missionen. Die langfristige, strategische Planung soll das Fundament für eine nachhaltige Zusammenarbeit von Wissenschaft, Industrie und Fördermittelgebern für die nächsten Jahrzehnte legen.

Alexander Pawlak

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