Industrie & Technik

Siemens: Markt für Windkraft wächst

10.12.2009 - Der Technologiekonzert will bis 2012 von Platz fünf unter die führenden drei Anbieter weltweit aufrücken.

Der Technologiekonzert will bis 2012 von Platz fünf unter die führenden drei Anbieter weltweit aufrücken.

Der Technologiekonzern Siemens sieht in den kommenden beiden Jahrzehnten ein riesiges Wachstumspotenzial bei der Windenergie und will ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen. «Der Windenergiemarkt weltweit wird bis 2030 von heute rund 30 Milliarden Euro pro Jahr auf über 200 Milliarden Euro wachsen», sagte der Chef der Siemens-Geschäftseinheit Wind Power, Andreas Nauen, am 9. Dezember 2009 in München. Besonders in der Region Asien/Pazifik dürfte die Nachfrage zulegen, aber auch Nordamerika und Europa böten gute Chancen. Siemens will bis 2012 von Platz fünf unter die führenden drei Anbieter weltweit aufrücken.

Bisher gehören das dänische Unternehmen Vestas, der US-Konzern und Siemens-Rivale General Electric und die spanische Gamesa zu den führenden Anbietern der Branche. Siemens war vor fünf Jahren mit der Übernahme der dänischen Bonus Energy in den Windenergiemarkt eingestiegen. Seither habe sich die Zahl der Mitarbeiter fast versiebenfacht auf 5500 Beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (30. September), sagte Nauen. In Zukunft sollen in dem Bereich nach Siemens-Angaben weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Nach Dänemark und den USA soll auch in Shanghai produziert werden.

Der Umsatz kletterte von rund 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf zuletzt gut 2,9 Milliarden Euro. Darin ist auch das Solargeschäft von Siemens enthalten, das aber nur einen Anteil von etwa zehn Prozent am Gesamtumsatz der Sparte ausmacht. Das Auftragspolster erreichte einen Rekordstand von 6 Milliarden Euro.

Im Frühjahr 2009 hatte das Unternehmen einen Auftrag für 500 Anlagen für den Windpark «London Array» in der Themse-Mündung erhalten. Für Windkraftanlagen auf dem Festland konnte Siemens zuletzt Bestellungen über sechs Windparks in Nordamerika sowie für Projekte in Mexiko und Neuseeland an Land ziehen.

DPA


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