Industrie & Technik

Laser mit Köpfchen

04.09.2019 - Konferenz befasst sich mit der Rolle künstlicher Intelligenz beim Lasereinsatz.

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT befasst sich am 6. und 7. November in der „AI for Laser Technology Conference” intensiv mit der Frage, wie sich Laser mithilfe künstlicher Intelligenz effizienter einsetzen lassen. Mit von der Partie werden unter anderem Experten von Daimler, Intel und Microsoft sein. Die Bandbreite reicht vom Machine Learning in der industriellen Praxis über den Einsatz von Augmented Reality bis hin zur Analyse neuronaler Netze.
 

Die Idee zur neuen Konferenzreihe „AI for Laser Technology Conference” stammt aus der Arbeitsgruppe Prozess­sensorik am Fraunhofer ILT, die sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Thema künstliche Intelligenz auseinandersetzt. Es geht den Wissenschaftlern darum, mit KI-Verfahren sogenannte eineindeutige Aussagen zu treffen, beispielsweise zur Fehler­erkennung beim Laserschweißen.

Entsprechend praxisnah wie dieser erste KI-Einsatz in der Lasermaterialbearbeitung fällt auch die Agenda der Konferenz aus. Christian Knaak, Wissenschaftler am Fraunhofer ILT, gibt einen ersten Überblick über das Thema Machine Learning, dem im Verlauf der zweitägigen Konferenz zahlreiche Beiträge gewidmet sind. Der Maschinen­bauer vergleicht maschinelle Lern­algorithmen, mit denen sich definierte Fehler und Abweichungen beim Lasereinsatz in der Materialbearbeitung detektieren lassen. „Die Herausforderung für die Algorithmen ist das hohe Tempo der Laser­bearbeitung”, gibt Knaak zu bedenken. „Daher müssen die Algorithmen auf entsprechend leistungs­fähiger Hardware laufen. Die Implementation derartiger Systeme erfordert auch einen hohen zeitlichen Aufwand, der durchaus einige Wochen dauern kann.”

Wie derartige Erkenntnisse bereits in die Praxis umgesetzt werden, berichten Fachleute von Daimler, Beckhoff, plasmo Industrie­technik und Scansonic. Die Konferenz thematisiert außerdem Augmented Reality als intelligentes Visualisierungs­instrument (oculavis), Prozess­datenanalyse beim Batterieschweißen (4D) oder den generellen Einsatz von KI in der industriellen Praxis (p3 Group). Welche Hard- und Software für den KI-Einsatz nötig ist und welche Rolle dabei Cloud-basierte Innovationen spielen, erklären Experten von Intel und Microsoft Intelligent Cloud.

Der Einsatz von KI in der Lasertechnik ist gefragter denn je und spiegelt sich in der schnellen Zusage verschiedener Firmen, Branchen sowie Wissenschaftler an der kommenden Konferenz wider. Allerdings soll das neue Thema nicht nur das allgemeine Interesse wecken, sondern auch die Bereitschaft zum KI-Einsatz erhöhen. „Die produzierende Industrie wartet noch auf den eindeutigen Nachweis, dass KI einen Mehrwert für die entsprechenden Anwendungen hat”, sagt Knaak. „Wir zeigen, dass der KI-Einsatz funktioniert und machbar ist.” Ein Beispiel dafür ist die am Fraunhofer ILT entwickelte intelligente Prozesssensorik, die beim Laser­strahl­schweißen das Einteilen der Schweiß­nahtqualität in fünf Kategorien ermöglicht. Die Genauigkeit des Klassifizierungs­ergebnisses erreichte im Labor Werte von über 99 Prozent.

Ein Vortrag des „International Center for Networked, Adaptive Production” (ICNAP) zeigt auf, was sich hier durch gemeinsame Netzwerkarbeit erreichen lässt. Im ICNAP arbeiten die drei Aachener Fraunhofer-Institute für Produktions­technologie IPT, für Lasertechnik ILT sowie für Molekular­biologie und Angewandte Ökologie IME mit Experten aus Industrie und Forschung zusammen, etwa bei der Prognose­fähigkeit für adaptive Prozessketten. Begleitend zur Veranstaltung werden praxisnahe Labor­führungen angeboten, welche die Vorteile und Leistungs­fähigkeit der KI-Verfahren in der Lasertechnik demonstrieren.

Fh.-ILT / DE
 

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Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Steinbachstraße 15
52074 Aachen
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