Panorama

Cheops schickt erste Bilder

11.02.2020 - Das Weltraumteleskop wird die Größe von Exoplaneten genauer messen können.

Die Spannung war groß: Vor einem großen Bildschirm in einem Haus unweit von Madrid, wo Mitglieder des Konsortiums wohnen, die an der Inbe­triebnahme des Cheops-Satelliten beteiligt waren, sowie in den anderen an der Cheops-Mission beteiligten Instituten, wartete das Team auf die ersten Bilder des Weltraum­teleskops. „Die ersten Bilder, die gleich erscheinen sollten, waren für uns entscheidend, um beurteilen zu können, ob die Optik des Teleskops den Raketenstart heil überstanden hatte“, erklärt Willy Benz, Astro­physiker an der Universität Bern und Haupt­verantwortlicher des Cheops-Konsortiums. „Als die ersten Bilder eines Sternenfelds auf dem Bildschirm erschienen, war allen sofort klar: Das Teleskop funktioniert“, freut sich Benz. Nun gelte es heraus­zufinden, wie gut es funktioniert.

Eine erste Analyse hat ergeben, dass die Bilder von Cheops noch besser sind als erwartet. Besser bedeutet aber nicht schärfer, weil das Teleskop absichtlich defokussiert eingestellt wurde. Das eingehende Licht wird so über viele Pixel verteilt. Das sorgt dafür, dass etwa das Zittern der Raumsonde auf den Bildern geglättet und die photo­metrische Präzision erhöht wird. „Die gute Nachricht ist, dass die empfangenen, unscharfen Bilder noch glatter und symmetrischer sind, als wir aufgrund von Messungen im Labor erwartet haben“, sagt Benz. Eine hohe Präzision wird es Cheops erlauben, kleine Verän­derungen in der Helligkeit von Sternen außerhalb unseres Sonnen­systems zu beobachten, die durch den Transit eines Exoplaneten vor dem Stern verursacht werden. Da diese Helligkeits­änderungen proportional sind zur Oberfläche des Transitplaneten, wird Cheops die Größe der Planeten messen können. „Für das Team sind diese ersten vielver­sprechenden Analysen eine große Erleichterung und auch ein Auftrieb“, so Benz weiter.

In den nächsten zwei Monaten wird die Funktion von Cheops weiter getestet. „Wir werden viele weitere Bilder detailliert analysieren, um den Grad an Genauigkeit zu bestimmen, den Cheops in den verschiedenen Aspekten des Wissenschafts­programms erreichen kann“, sagt David Ehrenreich, Cheops-Projektwissenschaftler an der Universität Genf. „Die bisherigen Ergebnisse lassen viel Gutes erahnen“, so Ehrenreich. Die Cheops-Mission – Characterising Exoplanet Satellite – ist die erste der neu geschaffenen „S-class missions“ der Esa und widmet sich der Charak­terisierung von Exoplaneten-Transiten. Cheops wird hoch­präzise Messungen von Sternen vornehmen, und kleine Veränderungen in ihrer Helligkeit beobachten, die durch den Transit eines Planeten vor dem Stern verursacht werden.

Cheops wurde im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Esa und der Schweiz entwickelt. Unter der Leitung der Universität Bern und der Esa war ein Konsortium mit mehr als hundert Wissen­schaftlern und Ingenieuren aus elf europäischen Nationen während fünf Jahren am Bau des Satelliten beteiligt. Cheops hat am Mittwoch, 18. Dezember 2019 an Bord einer Sojus-Fregat-Rakete vom Euro­päischen Weltraum­bahnhof Kourou, Französisch-Guyana, seine Reise ins Weltall angetreten. Seither umkreist das Teleskop die Erde innerhalb von etwa anderthalb Stunden in einer Höhe von 700 Kilometer entlang der Tag-Nacht-Grenze.

U. Bern / JOL

Weitere Infos

Erleben Sie unsere neue HiScroll – die ölfreien Vakuumpumpen von Pfeiffer Vacuum

Die HiScroll Serie besteht aus drei ölfreien und hermetisch dichten Scrollpumpen mit einem nominellen Saugvermögen von 6 – 20 m³/h. Die Pumpen zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Leistung beim Evakuieren gegen Atmosphäre aus. Ihre leistungsstarken IPM*-Synchronmotoren erzielen einen bis zu 15% höheren Wirkungsgrad in Vergleich zu konventionellen Antrieben.

*Interior Permanent-Magnet

Pfeiffer HiScroll Pumpen Video

Erfahren Sie mehr über die neue HiScroll Vakuumpumpe

Newsletter

Die Physik in Ihrer Mailbox – abonnieren Sie hier kostenlos den pro-physik.de Newsletter!

Die äußerst leisen, kompakten, ölfreien Pumpen

Die Modelle der neuen Scrollpumpenbaureihe HiScroll von Pfeiffer Vacuum sind ölfreie, hermetisch dichte Vakuumpumpen. Die kompakte Bauweise sowie leiser und vibrationsarmer Betrieb zeichnen die Neuentwicklungen besonders aus.

Erleben Sie unsere neue HiScroll – die ölfreien Vakuumpumpen von Pfeiffer Vacuum in 3D!

 

HiScroll FunktionsVideo

 

Erfahren Sie mehr über die neue HiScroll Vakuumpumpe

Bleistift, Papier und die eine Idee, die die Zukunft verändert

Quantentechnologie, künstliche Intelligenz, additive Fertigung: Michael überführt neueste Erkenntnisse in fortschrittliche Technologien bei ZEISS. Was ihn antreibt? „Einfluss darauf nehmen, wie unsere Gesellschaft lebt und arbeitet.“

Mehr Informationen

MOVIA- 2-Axis Scan Head for Marking & Coding Applications

Visit our website for more information

Bleistift, Papier und die eine Idee, die die Zukunft verändert

Quantentechnologie, künstliche Intelligenz, additive Fertigung: Michael überführt neueste Erkenntnisse in fortschrittliche Technologien bei ZEISS. Was ihn antreibt? „Einfluss darauf nehmen, wie unsere Gesellschaft lebt und arbeitet.“

Mehr Informationen

MOVIA- 2-Axis Scan Head for Marking & Coding Applications

Visit our website for more information