Forschung

Blindgänger mit Neutronen aufspüren

12.10.2018 - Neue Methode zum Nachweis von Explosiv­stoffen im Erdreich.

Mehr als siebzig Jahre nach dem Ende des zweiten Welt­kriegs lauert im Boden immer noch Gefahr durch Bomben und Granaten. Werden im Zuge eines Bau­pro­jekts ver­däch­tige Gegen­stände geortet, läuft eine auf­wändige Pro­zedur zur Kampf­mittel­räumung ab – auch wenn es sich gar nicht um einen Blind­gänger, sondern nur um Metall­schrott handelt. Die FH Aachen ent­wickelt gemein­sam mit den Unter­nehmen AINT und P-H-Röhll NRW eine Methode, mit der Explosiv­stoffe im Erd­reich detek­tiert werden können. Geför­dert wird das Projekt mit Mitteln des Bundes­minis­teriums für Bildung und Forschung, es hat ein Gesamt­volumen von etwa einer Million Euro. Projekt läuft über zwei Jahre.

Blindgänger

Abb.: Blindgänger aus dem ersten Welt­krieg. (Bild: Sniper­snoop; CC-BY-3.0)

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 5500 Bomben­blind­gänger allein aus dem Zweiten Welt­krieg ent­schärft. Die Kampf­mittel­räumung ist für alle Betei­ligten mit Ärger, Gefahr und hohen Kosten ver­bunden. Wohn­g­ebiete werden eva­kuiert, Auto­bahnen und Bahn­linien werden gesperrt. Und für die Fach­leute, die sich um die Ent­schär­fung der Fremd­körper kümmern, ist dies sogar mit töd­lichen Gefahren ver­bunden.

Das neue Verfahren soll das Prozedere bei Vorliegen eines Ver­dachts auf einen Bomben­blind­gänger zu­künftig ein­facher und sicherer machen. Ziel des Projekts „Sondie­rung mit Neutronen zur Detek­tion von Explosiv­stoffen – kurz SoNDEx – ist die Erfor­schung eines inno­va­tiven Mess­ver­fahrens unter Nutzung von Neutronen­strahlung. In der Praxis sieht das so aus, dass eine Neutronen­quelle in ein Bohr­loch hinab­ge­lassen wird. In einem zweiten Bohr­loch befindet sich ein Detektor, der die vom Spreng­stoff emit­tierte Gamma­strahlung misst, welche durch die Neutronen­strahlung indu­ziert wird.

Die Forscher wollen eine Software entwickeln, mit der die Element­signa­turen von Spreng­stoff schnell und ein­deutig ermittelt werden kann. In den kommenden Monaten soll ein Demon­strator auf­ge­baut werden, in dem die neue Techno­logie getestet wird.

FH Aachen / RK

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