Panorama

130 Jahre Pfeiffer Vacuum

17.08.2020 - Komplettes Produktportfolio anwendungsoptimiert für Forschung, Entwicklung und Industrie.

Seit 130 Jah­ren setzt Pfeif­fer Va­cuum Maß­stäbe in der Vaku­um­tech­nik. Von den zahl­rei­chen Inno­vatio­nen, die das Tradi­tions­unter­neh­men entwi­ckelt und er­folg­reich auf den Markt ge­bracht hat, profi­tieren Wis­sen­schaft und In­dust­rie gleicherma­ßen. Bestes Bei­spiel: die Tur­bo­mole­kular­pumpe, die 1958 im Unter­neh­men entwi­ckelt wurde und seit­dem aus dem Markt nicht mehr weg­zu­den­ken ist. Nach wie vor ist Pfeif­fer Va­cuum dank seines Know-hows Tech­nolo­gie und Welt­marktführer auf die­sem Ge­biet.

Pi­onier­geist und Lei­den­schaft präg­ten den Vaku­um­spezi­alis­ten von An­fang an. Als Arthur Pfeif­fer im Alter von nur 23 Jah­ren 1890 das Unter­neh­men in Wetz­lar ge­grün­det hatte, wid­mete er sich an­fangs der Pro­duk­tion von Gas­fern­zün­dern. Nach­dem sich elekt­rische Glüh­lam­pen am Markt durch­ge­setzt hat­ten, rich­tete der Unter­neh­mens­grün­der sein Schaf­fen kur­zer­hand neu aus: Über die neue Be­leuch­tungs­tech­nolo­gie kam er zu den bei der Her­stel­lung einge­setz­ten vaku­um­tech­ni­schen Lö­sun­gen. Schnell er­kannte Arthur Pfeif­fer, wel­che Be­deu­tung die Vaku­um­tech­nolo­gie für prak­tisch alle Berei­che von In­dust­rie und For­schung ha­ben könnte – und kon­zentrierte sich in der Folge voll und ganz auf dieses Feld.  

Seitdem prägte Pfeif­fer Va­cuum die Vaku­um­tech­nik maß­geb­lich: Ange­fan­gen von der ersten exklu­siven Lizenz für Pro­duk­tion und allei­nigen Ver­trieb der Geryk-Öl-Luft­pumpe (1904) über deren Wei­ter­ent­wick­lung zum Ein­satz in Ferti­gungsumge­bun­gen (1908) und die Ent­wick­lung einer eige­nen Dreh­schie­ber­pumpe (1910) bis hin zur Er­fin­dung der revo­lutio­nären Tur­bo­mole­kular­pumpe durch den Ent­wick­lungs­leiter Willi Be­cker (1958) be­stimmte das Unter­neh­men die Bran­che mit rich­tungs­wei­sen­den Ent­wick­lun­gen, wäh­rend die Unter­neh­mens­füh­rung mit dem Tod von Arthur Pfeif­fer 1947 in die zweite Ge­nera­tion wech­selte.  

Bereits 1927 war Dr. Erich Pfeif­fer nach Stu­dium der Physik und Volks­wirt­schaft sowie Pro­mo­tion als Ju­nior­chef in das väter­liche Unter­neh­men einge­treten und trieb nach Über­nahme der Ge­schäftsfüh­rung in den Nach­kriegsjahren die Ent­wick­lung der Vaku­um­pum­pen weiter voran. 1969 wurde das fami­lien­ge­führte Unter­neh­men dann Teil der liech­ten­steini­schen Bal­zers-Gruppe. Pfeif­fer, der sei­nen Besitz be­reits vier Jahre zuvor in eine Stif­tung zu Guns­ten der Beleg­schaft einge­bracht hatte, schied im glei­chen Jahr aus der Ge­schäftsfüh­rung aus.   

1974 zog Pfeif­fer Va­cuum ins be­nach­barte Aßlar um und prä­sen­tierte sich unter ande­rem auch als Spezi­alist für kun­den­spezi­fische Spezi­alent­wick­lun­gen. Spek­taku­läres Bei­spiel ist si­cher die 1978 im Rah­men eines NASA-Pro­jektes für den Welt­raum­ein­satz entwi­ckelte minia­turi­sierte Tur­bo­mole­kular­pumpe. Mit einem Saug­ver­mö­gen von 16 Li­tern pro Se­kunde für Stick­stoff und 20 Li­tern pro Se­kunde für He­lium, einem Kom­pres­sions­ver­hält­nis von 95.000 für Was­ser­stoff sollte die luft­ge­kühlte Pumpe zur Eva­kuie­rung eines Mas­sen­spekt­rome­ters an Bord eines Raum­fahr­zeugs einge­setzt wer­den. Die klei­nen Ab­mes­sun­gen von 19,5 cm Ge­samt­länge und einem Durchmes­ser von 7,5 cm sowie das ge­ringe Ge­wicht von 1450 g tru­gen den äu­ßerst be­grenz­ten Raum­ver­hält­nissen und Nutz­lasten dama­liger Missi­onen Rech­nung. Auch die 1985 entwi­ckelte spezi­elle mehr­stu­fige Tur­bo­pumpe Split-Flow wurde expli­zit für einen Ein­satz in der Analy­tik entwi­ckelt.  

1996 wagte sich das wie­der unab­hän­gige Unter­neh­men als erster deut­scher Mit­tel­ständ­ler an die New Yor­ker Börse. Zwei Jahre später folgte der ent­spre­chende Schritt auch an die Deut­sche Börse in Frank­furt, wo Pfeif­fer Va­cuum Tech­no­logy AG im Seg­ment Neuer Markt, heute TecDAX, no­tiert wird. 

Mit der Digi­line-Reihe führte Pfeif­fer Va­cuum zur Jahr­tau­send­wende die erste kom­plett digi­tale Reihe von Mess­röh­ren am Markt ein. Auch in die­sem Jahr­hun­dert verlor Pfeif­fer den Welt­raum als Ein­satz­ort für seine Pro­dukte nicht aus den Au­gen: 2003 wurde eine Tur­bo­mole­kular­pumpe TMU 071 auf der Inter­natio­nalen Raum­sta­tion ISS in­stal­liert. In 2008 erfuhr das re­nom­mierte Zug­pferd der Ultra­hoch­vaku­um­tech­nolo­gie mit der Ein­füh­rung der Hi- Pace-Reihe eine wei­tere Über­arbei­tung.  

Mit der Über­nahme des Göt­tinger Vaku­um­kom­po­nen­ten­bauer „Tri­nos Va­kuum-Sys­teme“ – heute Pfeif­fer Va­cuum Com­po­nents & Solu­tions – und des unter „adi­xen by Pfeif­fer“ wei­terbe­trie­benen vaku­um­tech­nolo­gi­schen Ge­schäftsan­teils des fran­zösi­schen Al­catel-Lucent-Kon­zerns be­gann Pfeif­fer Va­cuum die Er­weite­rung seiner Pro­dukt­pa­lette und brachte 2013 mit dem ASM 340 den leis­tungs­stärksten Heli­um­leck­su­cher seiner Klasse sowie die Okta­line Atex, die welt­weit erste mag­netge­la­gerte Wälz­kol­ben­pumpe, auf den Markt.  

Es folg­ten 2017 die Über­nahme des Dres­dner Ionen­quel­len­spezi­alis­ten Dree­bit, sowie der Kauf der US-ame­rikani­schen Unter­neh­men Ad­van­ced Test Con­cepts (ATC) und Nor-Cal Pro­ducts Inc. Damit ge­lang Pfeif­fer Va­cuum der kon­se­quente Aus­bau des wich­tigen Ser­vice-Ge­schäfts und die Er­gän­zung der be­reits beste­hen­den Pro­dukt­pa­lette für Dicht­heits­prü­fung.  

Als ein­ziger An­bieter von Vaku­um­tech­nik bietet das Unter­neh­men damit ein kom­plet­tes Pro­dukt­port­folio: vom ein­zel­nen Bau­teil bis hin zum kom­ple­xen Vaku­umsystem. Das um­fang­reiche Pro­gramm reicht von hyb­rid- und mag­netge­lager­ten Tur­bo­pum­pen über Vor­pum­pen, Leck­su­cher, Mess- und Analy­sege­räte bis zu Vaku­um­kam­mern und -syste­men. Das Port­folio um­fasst zu­dem ein brei­tes Ange­bot an Dienstleis­tun­gen.  Pro­dukte und Lö­sun­gen von Pfeif­fer Va­cuum wer­den für die Seg­mente Analy­tik, In­dust­rie, For­schung und Ent­wick­lung, Be­schichtung und Halb­leiter entwi­ckelt und an­wen­dungsopti­miert ange­bo­ten. Mit der Hin­wen­dung zur Vaku­um­tech­nolo­gie, die heute als Enab­ler der ge­sam­ten mo­der­nen Chip-ba­sier­ten reel­len und virtu­ellen Welt gilt, setzte Arthur Pfeif­fer vor 130 Jah­ren den ersten Schritt in eine für sein Unter­neh­men nach­hal­tige Rich­tung.    

Dr. Eric Taberlet, Vorstandsvorsitzender der Pfeiffer Vacuum Technology AG fasst den Erfolg des Unternehmens zusammen: „Mit unseren langlebigen Produkten und maßgeschneiderten Vakuumlösungen erfüllen wir praktisch alle Wünsche unserer Kunden und knüpfen Beziehungen, die über Jahre Bestand haben. Bei Pfeiffer Vacuum bleibt Nachhaltigkeit keine leere Worthülle. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Deshalb schaffen wir an allen Standorten auf der Welt die Voraussetzungen dafür, dass unsere Mitarbeiter gerne für Pfeiffer Vacuum arbeiten. Wir engagieren uns sozial, weil wir etwas zurückgeben möchten und produzieren möglichst energieeffizient und umweltschonend. Wir leben Nachhaltigkeit – aus Tradition – seit 130 Jahren.“

Pfeiffer Vacuum  / LK

 

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