Forschung

Leuchtende Atmosphäre

Erstmalig Stratosphäre bei einem Exoplaneten nach­ge­wiesen.

11.08.2017 - Im Verlauf einer Beobachtungsphase mit dem Hubble Space Tele­scope stieß ein inter­natio­nales Forscher­team auf glühende Wasser­moleküle in der Atmo­sphäre des Exo­planeten WASP-121b

Das erste klare Signal für das Vor­handen­sein einer umge­benden Strato­sphäre. Die Wissen­schaftler analy­sierten, wie sich die Hellig­keit des Planeten bei verschie­denen Wellen­längen verän­dert. Hinter­grund ist das vorher­sag­bare Verhalten von Wasser­dampf bei verschie­denen Wellen­längen, je nach Wasser­tempe­ratur. Bei niedri­geren Tempera­turen blockiert der Wasser­dampf das Licht darunter. Steigt die Tempe­ratur aller­dings, beginnen die Wasser­moleküle zu leuchten.

„Aus theoretischen Modellen wissen wir, das Stratosphären auf eine spezi­elle Klasse ultra­heißer Exo­planeten hin­weisen, was wiederum auf wichtige physi­ka­lische und chemische Zusammen­setzungen der Atmo­sphäre schließen lässt“, erklärt Tom Evans von der Univer­sity of Exeter. „Als wir Hubble auf WASP-121b richteten, sahen wir leuch­tende Wasser­moleküle, woraus wir schließen konnten, dass der Planet eine starke Strato­sphäre auf­weist.“

WASP-121b ist ein Gasriese, ein „heißer Jupiter“, wenn­gleich er mehr Masse und einen größeren Umfang hat als der Jupiter in unserem Planeten­system. Er um­kreist seinen Stern in 1,3 Tagen und zwar mit der klein­sten Distanz, die mög­lich ist, ohne dass er von seinem Stern zer­rissen wird. Seine Nähe zu dem Stern beschert ihm aller­dings auch atmo­sphä­rische Tempera­turen von 2500 Grad Celsius, einer Tempe­ratur, die Eisen zum Schmelzen bringt.

Forschungen der vergangenen zehn Jahre ließen bereits vermuten, dass einige Exo­planeten Strato­sphären auf­weisen, doch die vor­lie­genden Ergeb­nisse weisen erst­malig leuch­tende Wasser­moleküle nach, ein unwider­leg­bares Signal für das Vor­handen­sein einer Strato­sphäre bei einem Exo­planeten. Den Forschern standen acht­hundert Beob­ach­tungs­stunden mit dem Hubble-Tele­skop zur Ver­fügung.

Produkte des Monats

Fluid-Struktur-Interaktion simulieren

Vakuum- und Niederdrucksysteme werden für unterschiedliche Zwecke, wie Elektronenmikroskope oder in der Halbleiterherstellung, eingesetzt. Forscher und Entwickler, die mit Vakuumsystemen arbeiten, nutzen verstärkt Simulation für eine effizientere Entwicklung und zur Reduktion kostspieliger Prototypen.

 

Zur Registrierung

Neues aus der Welt der Multiphysik-Simulation

Die COMSOL News 2019 enthält spannende Berichte aus den verschiedensten Bereichen der Forschung und Entwicklung. Erfahren Sie, wie Multiphysik-Simulation Smart City-Technologien verbessert, den gezielteren Einsatz von Krebs-Medikamenten ermöglicht und für eisfreie Straßen im Winter sorgen kann!

Laden Sie die COMSOL News 2019 ohne Anmeldung und kostenfrei herunter:

HIER

Produkte des Monats

Fluid-Struktur-Interaktion simulieren

Vakuum- und Niederdrucksysteme werden für unterschiedliche Zwecke, wie Elektronenmikroskope oder in der Halbleiterherstellung, eingesetzt. Forscher und Entwickler, die mit Vakuumsystemen arbeiten, nutzen verstärkt Simulation für eine effizientere Entwicklung und zur Reduktion kostspieliger Prototypen.

 

Zur Registrierung

Neues aus der Welt der Multiphysik-Simulation

Die COMSOL News 2019 enthält spannende Berichte aus den verschiedensten Bereichen der Forschung und Entwicklung. Erfahren Sie, wie Multiphysik-Simulation Smart City-Technologien verbessert, den gezielteren Einsatz von Krebs-Medikamenten ermöglicht und für eisfreie Straßen im Winter sorgen kann!

Laden Sie die COMSOL News 2019 ohne Anmeldung und kostenfrei herunter:

HIER