DPG

Technologietransfer-Preis 2020 verliehen

16.12.2019 - Drei Einrichtungen erhalten die Auszeichnung für die herausragende Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in ein technisches Verfahren zur Nutzung von Abwärme für CO2-freie Stromerzeugung.

Der DPG-Technologie­transferpreis 2020 geht an die Orcan Energy AG, den Lehrstuhl für Energie­systeme der TU München sowie an die TUM ForTe Patente & Lizenzen. „Die Deutsche Physikalische Gesellschaft verleiht den Preis für den erfolgreichen Transfer dieser Technologie in eine Ausgründung aus der Universität und für die erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung dieser Technologie“, sagt Susanne Friebel, Vorstands­mitglied Industrie und Wirtschaft der DPG.

Orcan Energy ist heute ein weltweit führender Anbieter für Energie­lösungen auf ORC-Basis (Organic-Rankine-Cycle). Bei diesem Verfahren erzeugen Dampfturbinen Strom, die allerdings nicht mit Wasserdampf betrieben werden, sondern mit organischen Flüssigkeiten. Diese haben eine deutlich niedrigere Verdampfungs­temperatur und können schon bei weniger hohen Temperaturen effizient arbeiten. Auf diese Weise kann auch ansonsten nicht genutzte Abwärme im Nieder­temperatur­bereich zur Stromproduktion beitragen. Der Name des Verfahrens geht auf den schottischen Physiker und Ingenieur William John Macquorn Rankine zurück.

Die Geschichte von Orcan Energy begann 2004 mit Forschungen am Lehrstuhl für Energie­systeme der TU München. Daraus entstand später ein Spin-Off. Eine entscheidende Rolle spielte dabei das Förderprogramm EXIST des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie. Mittlerweile hat Orcan Energy weltweit zweihundert Anlagen installiert, die zusammen bisher etwa 20.000 Tonnen CO2 eingespart haben. Mit der erzeugten elektrischen Leistung ließe sich eine deutsche Kleinstadt versorgen.

Mit Hilfe der TU München gelang es den Unternehmensgründern Andreas Schuster, Richard Aumann und Andreas Sichert ferner, wichtige Erfindungen schützen zu lassen. Das Patent­portfolio des Unternehmens beläuft sich mittler­weile auf über hundert Patente, von denen acht noch aus der Forschungszeit der Unternehmens­gründer an der TU München stammen. Orcan Energy arbeitet zudem eng mit anderen Herstellern zusammen, um neue Anwendungs­möglich­keiten ihrer Technik zu entwickeln, was häufig zu weiteren Erfindungen führt.

Das aktuelle Kerngeschäft der Orcan Energy AG ist das Recycling von Abwärme in industriellen Anwendungen, bei Blockheiz­kraftwerken, Geothermie­anlagen und stationären Strom­versorgungs­systemen sowie bei Antriebs­systemen in der Schifffahrt – alles Gebiete mit überaus interessanten Zukunfts­perspektiven, um Strom preis­günstig und umwelt­freundlich zu erzeugen. Der DPG-Technologie­transferpreis wird am 31. März 2020 im Rahmen der 84. Jahrestagung in Bonn überreicht.

DPG / RK

Weitere Infos

 

Funktionsprinzip einer HiPace Turbopumpe in 3D


HiPace Turbopumpen eignen sich für höchste Anforderungen unter anderem in der Fusionsforschung, Elementarteilchenphysik oder Laseranwendung.

Wir zeigen Ihnen hier wie genau die Turbopumpe funktioniert!

 

 

Erfahren Sie mehr über die HiPace Turbopumpen

Newsletter

Die Physik in Ihrer Mailbox – abonnieren Sie hier kostenlos den pro-physik.de Newsletter!

Korrosion und Korrosionsschutz modellieren

Pro Sekunde werden durch Korrosion weltweit ca. 5 Tonnen Stahl zersetzt, was zu Schäden führt, die jährlich etwa 2 Billionen Euro kosten. Ebenfalls sind zahlreiche Chemieunfälle, Gasexplosionen und Umweltverschmutzungen auf Korrosionsschäden zurückzuführen. Es gibt also gute Gründe, sich intensiv mit effektiven Schutzmaßnahmen zu beschäftigen.

 

Jetzt registrieren!

Lithium-Ionen-Akkus modellieren

Der Bedarf, Lithium-Ionen-Akkus weiter zu verbessern, macht eine mathematische Modellierung notwendig. Simulationen erlauben es, Entwurfsparameter und Betriebsbedingungen zu analysieren, wie das Whitepaper und ein Webinar erläutern.

Whitepaper lesen!

Korrosion und Korrosionsschutz modellieren

Pro Sekunde werden durch Korrosion weltweit ca. 5 Tonnen Stahl zersetzt, was zu Schäden führt, die jährlich etwa 2 Billionen Euro kosten. Ebenfalls sind zahlreiche Chemieunfälle, Gasexplosionen und Umweltverschmutzungen auf Korrosionsschäden zurückzuführen. Es gibt also gute Gründe, sich intensiv mit effektiven Schutzmaßnahmen zu beschäftigen.

 

Jetzt registrieren!

Lithium-Ionen-Akkus modellieren

Der Bedarf, Lithium-Ionen-Akkus weiter zu verbessern, macht eine mathematische Modellierung notwendig. Simulationen erlauben es, Entwurfsparameter und Betriebsbedingungen zu analysieren, wie das Whitepaper und ein Webinar erläutern.

Whitepaper lesen!