Panorama

Shaw Prize 2020 geht an Biophysiker Peter Hegemann

12.06.2020 - Auszeichnung für Entwicklung der Technologie der Optogenetik.

Der Biophysiker Peter Hegemann wurde im Mai mit dem Shaw Prize für Biowissen­schaften und Medizin 2020 ausgezeichnet. Der an der Humboldt-Universität zu Berlin tätige Hegemann erhielt die Ehrung gemeinsam mit seinen Kollegen Gero Miesenböck von der University of Oxford und Georg Nagel von der Universität Würzburg. Die drei Wissenschaftler haben maßgeblich die Technologie der Optogenetik entwickelt. Die offizielle Auszeichnung der diesjährigen Preisträger des Shaw Prize wird pandemie­bedingt erst 2021 erfolgen.

Peter Hegemann forscht an sensorischen Photo­rezeptoren aus Chlamydomonas-Mikroalgen und gilt als einer der Entdecker der Kanal­rhodopsine. Diese licht­empfind­lichen Proteine sind die Grundlage für das Wissen­schafts­gebiet der Optogenetik, das Peter Hegemann mitbegründet hat. Im Vergleich zu licht­sensitiven Proteinen der Fruchtfliege, an denen um das Jahr 2002 ebenfalls intensiv gearbeitet wurde, lösen die von Hegemann und Georg Nagel damals identi­fi­zierten Kanal­rhodopsine ChR1 und ChR2 deutlich schneller Spannungs­änderungen an der Zellmembran aus, wenn sie mit Licht angeregt werden. Schnell eroberten diese Kanal­rhodopsine die Werkzeug­kästen der Neuro­wissen­schaftler, die mit diesen Schaltern für Nerven­zellen die Erforschung neuronaler Netze viel besser als zuvor voran­treiben konnten.

Ende der 1970er Jahre studierte Hegemann Chemie in Münster und München. Seine Promotions­arbeit erfolgte am MPI für Biochemie in Martinsried. Danach ging er für zwei Jahre als Postdoc in die USA an die Syracuse University. Zurück am MPI baute Hegemann dort Mitte der 1980er Jahre eine eigene Forschungs­gruppe auf. 1993 wurde er Professor für Biochemie an der Universität Regensburg. Seit 2005 ist der Forscher an der Humboldt-Universität tätig, wo er eine Professur für experi­men­telle Biophysik inne hat. Seit 2015 ist Hegemann zudem Hertie-Professor auf dem Gebiet der Neuro­wissen­schaften der Hertie-Stiftung.

Der mit einer 1,2 Mio. US-Dollar dotierte Shaw Prize wurde 2002 vom chinesischen Medien­unter­nehmer Run Run Shaw gestiftet und wird seit 2004 jährlich vergeben. In drei Kategorien werden Wissen­schaftler ausge­zeichnet, deren Forschungen einen positiven Einfluss auf die Menschheit haben: Astronomie, Lebens­wissen­schaften und Medizin sowie Mathematik.

Leopoldina / RK

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