Industrie & Technik

Radarchip für Smartphones

17.10.2019 - Kleines Modul erweitert die Einsatzmöglichkeiten mobiler Elektronik.

Ob für künstliche Intelligenz, Augmented Reality oder das Internet der Dinge – fünf Milliarden Menschen weltweit werden im kommenden Jahr ihre Umgebung mit smarten Geräten erfassen. Das Unternehmen Infineon Tech­nologies hat einen 60-Gigahertz-Radarchip entwickelt, der eine neue Form der Interaktion zwischen Nutzern und ihren Geräten ermöglicht. Über ein integ­riertes Antennen­system nimmt er präzise die Anwesenheit und Bewegung von Menschen und Gegenständen wahr oder misst Abstände und Geschwin­digkeiten. Dieser Chip ist die Basis für Google‘s Soli Techno­logie und wurde nun erstmals in ein Smartphone eingebaut, so dass dieses auch durch Gesten gesteuert werden kann.

„Dank unserer Radar-Tech­nologie werden Geräte ihr Umfeld verstehen und wesentlich ziel­gerichteter reagieren können“, sagt Andreas Urschitz, Divisions­präsident für den Bereich Power Management und Multimarket. „Die präzise Bewegungserfassung durch den 60-GHz-Radarchip wandelt das Google Pixel 4 Smartphone beispiels­weise in Gesten­steuerung um. Bei Infineon arbeiten wir darüber hinaus bereits an der Fusion mehrerer Sensoren, um die Interaktion weiter zu vereinfachen und den Nutzen der Geräte zu vergrößern.“ 

Hervor­gangen ist die Radar-Technologie aus dem Automobil­bereich; Radar­sensoren messen seit Jahrzehnten effektiv Abstände, Geschwindigkeiten und Bewegungen beim Fahren. Diese Funktionen haben die Entwickler für Kleingeräte weiter­entwickelt. Der 60-GHz-Chip ist ein komplettes Radarsystem mit Antennen auf kleinster Fläche von gut dreißig Quadrat­millimtern bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch. Er kann Bewegungen in Räumen wahrnehmen oder Abstände von Objekten im Milli­meter-Bereich höchst präzise messen. Mit einer ent­sprechenden Software werden die Bewegungsdaten in Funktionen umgewandelt, so dass die Steuerung über Gesten gelingt, ohne das Gerät zu berühren.

Das Unternehmen entwickelt Sensoren und Chips, die wie die menschlichen Sinne die Umwelt erkennen und die gewonnenen Daten verarbeiten. Ziel ist es, eine mühelose Interaktion zu ermöglichen und gleich­zeitig intelligente Funktionen zu nutzen. Durch die Fusion mehrerer Sensoren in einem Gerät entstehen neue Lösungen, die beispiels­weise die Luftqualität messen und verbessern oder den Einbruch­schutz intelligent steuern. Neben Sprach­assistenten, „intelligenten“ Hausgeräten oder Wearables werden insbesondere Gebäude interaktiver. Sensoren erkennen etwa die Anzahl der Menschen in den Räumen oder können den Bedarf für Lichtquellen anpassen, um die Sicherheit und Energie­effizienz zu verbessern.

Infineon / JOL

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