Panorama

Mit Carbon in die Lüfte

12.08.2019 - In Augsburg startet ein studentischer Wettbewerb mit leichten Flugobjekten.

Senkrecht starten, kontrolliert horizontal fliegen und gezielt wieder landen können, darüber hinaus wieder­verwendbar und sinnvoll nutzbar sein: Nicht gering waren die Anforderungen an die Raketen­drohnen aus Carbon, die die Teilnehmer eines Leicht­bauseminars am Lehrstuhl für Materials Engineering von Michael Heine zu entwerfen und zu bauen hatten. Ob und in welchem Umfang sie diesen Anforderungen genügen, werden die über das Sommer­semester hinweg entwickelten Fluggeräte diese Woche Mittwoch im Praxistest unter Beweis stellen müssen.

Bereits Ende Juli haben die sechs Entwickler­teams des Studiengangs Wirtschafts­ingenieurwesen (WING) ihre raketen­getriebenen Carbon-Fluggeräte vorgestellt. Sie sollen unter­schiedliche Aufgaben erfüllen:

Carbon Vulture Logistics für die Highspeed-Versorgung in urbanen Gebieten

ModulAir als gleitfähige Drohne zum Transport von modularen Behältern

 FlySpy zur Erfassung landwirt­schaftlicher Flächen und Energie-Infrastruktur

CareFly zum Transport medizinischer Proben und Organe

WingAux für die Highspeed-Logistik über große Strecken

Planecopter zur Aufklärung und Überwachung von Krisen- und Katastrophen­gebieten

Die Testflug-Schau, bei der sich zeigen wird, ob diese Konstruktionen das halten, was ihre Konstrukteure sich von ihnen versprechen, beginnt am kommenden Mittwoch, dem 14. August 2019, um 13.00 Uhr auf dem Startareal der Raketenmodell­sportgemein­schaft (RAMOG) in der Nähe von Buttenwiesen-Unterthürheim. RAMOG e.V. ist ein staatlich anerkannter Lehrgangs­träger für Feststoff­raketenantriebe, seine Fachleute haben Heines Studenten auch während der Entwicklungs- und Bauphase beratend begleitet. „Wir alle“, so Heine, „sind natürlich sehr gespannt, wie die Tests verlaufen werden. Unabhängig davon sind wir sicher, dass alle Beteiligten wieder eine Menge Spaß haben werden – wie bereits im letzten Jahr, als wir erstmals in Buttenwiesen unsere Carbon-Raketen getestet haben, an die die funktionellen Ansprüche damals allerdings noch deutlich niedriger waren.“

Bei allem Spaß sei er freilich davon überzeugt, dass diese Art von anwendungs­­naher Leichtbau-Projektarbeit ein sehr effektiver Weg sei, um die angehenden Augsburger Studenten für Zukunfts­aufgaben zu qualifizieren – nicht zuletzt für den Technologie­­standort Augsburg, sagt Heine, denn: „Dass hier bei uns ist mit Carbon Composites e. V. (CCeV) ein leistungs­­starker Verbund von Unternehmen und Forschungs­­einrichtungen angesiedelt ist, der die gesamte Wert­schöpfungs­kette der Hochleistungs­faserverbund­werkstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz abdeckt, eröffnet unseren Studentinnen und Studenten zum einen hervor­ragende Berufs­­aussichten. Zum anderen sehen wir uns am Institut für Materials Resource Management der Universität Augsburg als Mitglied des CCeV aber auch in der Pflicht, nicht nur in der Forschung, sondern auch durch die forschungs­nahe Heranbildung eines für die zukunfts­trächtige Carbon-Branche hoch­qualifizierten Nachwuchses zur Erfolgs­geschichte des Leichtbau-Zentrums Augsburg wesentlich beizutragen.

U. Augsburg / JOL

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