Panorama

Dünnschicht-Pionier Johannes Ebert verstorben

20.08.2019 - Der Physiker war ein zentraler Wegbereiter der optischen Dünnschichttechnologie.

Der Physiker, Erfinder und Unter­nehmer Dr. Johannes Ebert ist am 31.07.2019 im Alter von 83 Jahren in Garbsen verstorben. Er gilt als zentraler Wegbereiter der optischen Dünnschicht­technologie. Seit Anfang der 1970er Jahre forschte er an der TU Hannover im Bereich Beschichtung für Laseroptiken. Mit seinen Entwicklungen und Ergebnissen - darunter die Ebert-Quelle für das ionen­gestützte Aufdampfen - sorgte er weltweit für Aufmerk­samkeit. Er kooperierte mit diversen Forschungs­einrichtungen, die mit seinen Spiegeln und Beschichtungen erste Laser­anwendungen zur Industrie­reife brachten.

Mit der Kommerzia­lisierung des Lasers gründete Ebert an seinem Wohnort Garbsen bei Hannover die Laseroptik GmbH. Dort stellte er unter Beweis, dass seine wissen­schaftlichen Erfolge auch wirt­schaftlich tragfähig waren. Mit Herzblut, Ideen­reichtum und Menschlichkeit baute er so mit seinen ersten Mitarbeitern – darunter seine Frau Angelika an vorderster Front – ein Familien­unternehmen auf, welches heute hundert Mitarbeiter beschäftigt und wegen seiner Unternehmens­kultur bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

Sein innovatives und weitsichtiges Denken und Handeln ließen sein Lebenswerk aus kleinen Anfängen heraus zu einem Unternehmen mit Weltruf werden. Beide Söhne stiegen in das Unternehmen ein und nahmen ihre Tätigkeit an den spezia­lisierten Beschichtungs­anlagen auf. 2007 übergab der Senior die Geschäftsführung an seinen Sohn Wolfgang Ebert. Bis zu seinem krankheits­bedingten Ausscheiden blieb er im Tagesgeschäft aktiv und weiterhin bevorzugter Gesprächs­partner vieler Laser­entwickler weltweit.

Neben seiner fachlichen Kompetenz und sozialen Orientierung zeichnete Johannes Ebert sich durch sein Engagement für den Umwelt- und Naturschutz aus. So entwickelte er schon früh eigene Systeme zur betrieb­lichen Energie­rückgewinnung. Bereits bei der Planung neuer Betriebsgebäude wurden Brutstätten und Lebensräume für Eulen, Falken, Störche, Singvögel, Fledermäuse, Insekten und diverse Amphibien berück­sichtigt. Seine sieben Enkelkinder führte er spielerisch und geduldig an Natur­wissenschaft und Technik heran und war für sie stets ein beliebter Anlauf­punkt.

Laseroptik / JOL

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