Panorama

In den Mars gehämmert

07.03.2019 - Bohrhammer des HP3-Experiments soll eine Zieltiefe von drei bis fünf Metern erreichen.

Ende Februar hat sich der Marsmaulwurf des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR erstmals vollautomatisch in den Marsboden gehämmert. Das Instrument soll sich drei bis fünf Meter unter die Oberfläche des Mars graben und dort die Wärme aus dem Inneren des Roten Planeten messen. Die Sonde, die Teil des DLR-Instruments HP3 (Heat and Physical Properties Package) ist, kam etwa nach drei Viertel des Weges aus ihrer Gehäusestruktur heraus, bevor sie begann, gegen einen starken Widerstand zu arbeiten. Dabei nahm sie eine leichte Neigung von 15 Grad ein.

„Das Team hat beschlossen, das Hämmern für etwa zwei Wochen auszusetzen, um die Situation genauer zu analysieren und gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie sich der Widerstand überwinden lassen könnte“, schreibt der Leiter des HP3-Experiments Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung in seinem Blog zur InSight-Mission. Die Forscher vermuten, dass der Maulwurf auf einen Stein oder eine Kiesschicht getroffen ist. Das Team hatte gehofft, dass es relativ wenige Steine unter der Erde geben würde, da Bilder der Landestelle nur wenige Brocken auf der Oberfläche neben dem Lander zeigen. Prinzipiell ist der Marsmaulwurf dafür entwickelt worden, kleinere Steine beiseite zu drücken und hat dies bei Tests vor dem Start zum Mars gezeigt.

Alle empfangenen Daten zeigen, dass der Maulwurf selbst weiterhin wie erwartet funktioniert: Nach einer Aufheizphase während des Hämmerns mit einer Erwärmung um 28 Grad Celsius hat er beim Abkühlen gemessen, wie schnell die Wärme im Boden abgeführt wurde. Diese Wärmeleitfähigkeit hilft bei der Bestimmung des Wärmeflusses aus dem tiefen Inneren des Planeten. Sobald der Maulwurf tief genug ist, kann der Wärmefluss genauer bestimmt werden.

In dieser Woche werden die Forscher weitere Messungen durchführen, um die Wärmeleitfähigkeit der oberen Schicht des Marsbodens (Regolith) genauer zu bestimmen. Zusätzlich wird das Radiometer auf der InSight-Landeplattform verwendet, um Temperaturänderungen des Bodens zu analysieren, die der Marsmond Phobos beim Vorbeizug vor der Sonne verursacht. Dreimal wird Phobos Schatten diese Woche wie bei einer Sonnenfinsternis auf der Erde durch das Gesichtsfeld des Radiometers ziehen, dass die Ereignisse vermisst.

DLR / JOL

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