Rezension

Sternenbilder

Govert Schilling: Sternenbilder – Wie sie den Weg zur modernen Astronomie ebneten, Franckh-Kosmos Verlag, Stutt­gart 2020, 224 S., geb., 30 Euro, ISBN 9783440168332

„Noch ein Buch über Sternbilder?“, mag man denken. Ein erster Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt die 88 alphabetisch nach ihren lateinischen Namen sortierten Sternkonstellationen. Jedem Sternbild ist ein einzelnes Kapitel gewidmet; ein Farbcode gibt an, ob sie am Nordhimmel (grün), äquatornah (gelb) oder am Südhimmel (blau) stehen. Der Untertitel „Wie sie den Weg zur modernen Astronomie ebneten“ offenbart bereits den Clou des Buchs: Govert Schilling beschreibt bei jedem Sternbild neben seinem Ursprung und seinen Himmelsobjekten in chronologischer Reihen­folge wichtige astro­nomische Ereignisse und aktuelle Entdeckungen, etwa von Quasaren, Exoplaneten oder Gravitationswellen. Diese originelle Idee setzt er anschaulich um und macht dieses reich illustrierte Buch zu einem wunderbaren Einstieg in die Astronomiegeschichte. Das Sternbild Virgo (Jungfrau) sollte in einer Folgeauflage unbedingt um das im April 2019 veröffentlichte erste „Bild“ eines Schwarzen Loches in der Galaxie Messier 87 im Virgo-Galaxienhaufen ergänzt werden.

Zu beinahe jedem Sternbild finden sich erstaunliche astronomische Ereignisse, die oft aus anderem Kontext bekannt durch die Verortung in neuem Licht erscheinen, nicht zuletzt, wenn es um die Erkundung unseres Sonnensystems geht. So befand sich Saturn mit seinen Monden im Sternbild Gemini (Zwillinge), als die Raumsonde Huygens im Januar 2005 durch die trübe Methanatmosphäre Titans sank. Oder der Mond stand am 20. Juli 1969 im Sternbild Virgo, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin ihre ersten Schritte in den Mondstaub setzten. Die Recherchearbeit zur Verortung solcher Ereignisse am Sternhimmel muss immens gewesen sein.

Das quadratische Buch wirkt mit seinen nachtschwarzen Seiten sehr edel, die weiße Schrift ist gut lesbar. Zahlreiche Illustrationen und Fotografien leuchten geradezu. Leider ist es nahezu unmöglich, die schönen schwarzen Seiten frei von Finger­abdrücken zu halten.

Ein besonderes Highlight sind die Sternkarten von Wil Tirion, aus dessen Feder einige der schönsten Sternatlanten stammen. Zu jedem Sternbild findet sich eine detaillierte Karte mit Sternen bis zur sechsten Größenklasse sowie den wichtigsten Himmels­objekten. Natürlich erwähnt der Autor zahlreiche Exoplaneten, die meist durch Fantasiebilder, aus reinen Daten extrahiert, illustriert werden.

Govert Schillings „Sternenbilder“ ist eine der originellsten und ästhetisch ansprechendsten astronomischen Neuerscheinungen der letzten Jahre.

Stefan Oldenburg, Heidelberg
 

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