Rezension

Marie Curie – Ein Licht im Dunkeln

F. A. Østerfelt, A. Cetti Andersen und A. Blaszczyk: Marie Curie – Ein Licht im Dunkeln, Knesebeck, München 2020, 136 S., geb., 22 Euro, ISBN 9783957283665

Marie Curies Leben war schon Stoff vieler Bücher, Reportagen und Filme. Den wenigsten gelingt es, einen so breiten Blick auf diese außergewöhnliche Person zu werfen, dass er alle Facetten ihrer Persönlichkeit beleuchtet. In diesem Punkt bildet auch die Graphic Novel „Marie Curie – Ein Licht im Dunkeln“ keine Ausnahme. Nichtsdestotrotz haben die dänische Drehbuchautorin Frances Andreasen Østerfelt und die Astronomin und Astrophysikerin Anja Cetti Andersen von der Universität Kopenhagen in Zusammenarbeit mit der polni­schen Illustratorin Anna Blaszczyk ein ­lesens- und betrachtenswertes Buch vorgelegt.

Fünf etwa gleich lange Kapitel beschreiben Marie Curies Leben von der Kindheit bis zum Eklat um die Verleihung ihres zweiten Nobelpreises 1911. Die weitere Zeit bis zu ihrem Tod 1934 fasst ein kurzer Epilog zusammen, der vor allem ihren Einsatz als Radio­login im Ersten Weltkrieg – gemeinsam mit ihrer Tochter Irène – thematisiert. Überschrieben sind die Kapitel mit der Angabe der Zeitspanne, die sie abdecken. „1867 bis 1884“ beschreibt Maryas Kindheit und Schulzeit im von Russland besetzten Warschau. Eindrucksvolle collagenhaft gestaltete Seiten zeigen, wie sie der Tod ihrer Mutter und ältesten Schwester Zofia, aber auch die schwierige finanzielle Situation der Familie belasten.

Eher als Comic gestaltet ist das zweite Kapitel „1884 bis 1891“ über ihre­ Zeit als Gouvernante und Lehrerin in der polnischen Provinz. Es endet mit der Reise nach Paris zum Studium an der Sorbonne. Wie auch im richtigen Leben heißt die Protagonistin fortan Marie. Von „1891 bis 1895“ studiert sie, lernt Pierre Curie kennen und heiratet ihn. Die folgenden Jahre bis 1903 sind den gemeinsamen Ent­deckungen gewidmet. An deren Ende stehen Maries­ Promotion und die Verleihung des Physik-Nobelpreises: Hier widmet ­sich eine Seite Pierres Bitte an das Nobel­komitee, Maries Leistungen ebenfalls zu würdigen. Plakativer geht es im fünften Kapitel „1903 bis 1911“ zu, das verdeutlichen soll, wie die beiden Forscher unter ihren Entdeckungen gelitten haben: einerseits wegen des Medienrummels, andererseits durch die hohe Strahlendosis und die resultierenden gesundheitlichen Folgen.

Es gefällt, wie die Illustrationen die unterschiedliche Stimmung der verschiedenen Lebensstationen aufgreifen. Das kreative Spiel beim Einbinden von Textelementen – als Sprechblasen, Ausschnitte aus Briefen oder Tagebüchern, als Teil der Bilder oder als Textfelder – macht das Lesen und Betrachten abwechslungsreich. Daher ist es bedauerlich, dass die Graphic Novel den Jahren nach dem Chemie-Nobelpreis nur noch den Epilog widmet. So kommen Marie Curies Aufenthalte in den USA, ihr Wirken für den Völkerbund und wie bewusst sie Frauen am Institut du Radium gefördert hat nicht vor.

Dabei hätte gerade Letzteres das Anliegen der beiden Autorinnen unterstreichen können, das sie mit diesem Buch bereits gelungen vorbringen: Daran zu erinnern, „wie reich die Welt werden kann, wenn gleiche Möglichkeiten für alle geschaffen werden – unabhängig von Geschlecht, Ethnie und Nationalität“.

Kerstin Sonnabend

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