Rezension

Hubble

Dirk H. Lorenzen: Hubble – Atemberaubende Bilder aus dem All, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2019, geb., 240 S., 50 €, ISBN 9783440164969

Im April galt es, den 30. Geburtstag des Hubble-Weltraumteleskops zu feiern. Der Kosmos-Verlag hatte bereits einen großformatigen Bildband vorgelegt, der diesem Jubiläum besonders gerecht wird. Der Journalist und Astrophysiker Dirk Lorenzen führt den Leser mit galanter Feder durch die Astronomiehistorie der vergangenen drei Jahrzehnte, die Hubble maßgeblich mitgestaltet hat. Das Buch teilt sich in fünf Abschnitte: Ein einleitendes und ein abschließendes Kapitel widmen sich dem Weltraumteleskop selbst.

Lorenzen berichtet anekdotenreich über die holprigen Anfänge der Mis­sion und über die enormen Leistungen, um den Geburtsfehler zu beheben: Durch das Desaster des fehlerhaft geschliffenen Hauptspiegels und die explodierten Kosten war die Vorzeigemission der NASA jahrelang eher unrühmlich in den Medien präsent.

Die drei Kapitel des Hauptteils zeigen anhand von über 200 teils großformatigen Bildern den Kosmos, den Hubble der Wissenschaft und der Öffentlichkeit eröffnet hat. Diese Kapitel beginnen gewissermaßen in unserem kosmischen Vorgarten und enden bei den frühesten Objekten des Kosmos, die in den berühmten „Hubble Deep Fields“ zu sehen sind, jenen Langzeitaufnahmen winziger Himmelsausschnitte, in denen sich unzählige Galaxien aus der allerersten Frühzeit nach dem Urknall tummeln.

Lorenzens Texte und Bildunterschriften sind keineswegs schmückendes Beiwerk. Sie sind so lehrreich, dass es nicht übertrieben ist, diesen Bildband als eine gelungene Einführung in die Astronomie zu bezeichnen. Manches Mal blitzt Humor auf, etwa wenn der Autor Nancy Roman zitiert, ohne deren Einsatz Hubble nie finanziert und realisiert worden wäre: Ein Weltraumteleskop hätte es auch ohne sie gegeben, nur vielleicht etwas anders und etwas später.

Lorenzen blickt über den Tellerrand, wenn er beispielsweise mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA ins Gericht geht und – auch hier durchaus humorvoll – ihre Öffentlichkeitsarbeit als allzu zurückhaltend beschreibt. Warum, so fragt Lorenzen, veröffentlicht die ESA beim VLT nicht ähnliche Geburtstagsbilder wie es die NASA mit Hubble jährlich zelebriert?

Den Bildband zeichnet höchste Druckqualität aus, welche die Aufnahmen auf schwerem, mattem Papier bestens zur Geltung bringt. So sind Details sichtbar, für die man durchaus eine Lupe zur Hand nehmen darf. Ein Beispiel hierfür sind die beiden Doppel­seiten, die Ausschnitte unserer Nachbargalaxie, des Andromeda­nebels, präsentieren: Man erkennt Einzelsterne und selbst Sternhaufen, die sonst nur auf unkomprimierten NASA-Bildern am Monitor zu trennen sind, sofern man kräftig zoomt. Auch Bilder von Sternentstehungs­regionen oder planetarischen Nebeln zeigen einen Detailreichtum, der sie dreidimensional wirken lässt.

Dieses Werk ist nebenher eine Hymne an das „gute alte Buch“, belegt es doch, wie viel mehr Informationen ein Druckwerk transportiert, als es am Monitor betrachtete Bilder oder Texte vermögen. Auch diejenigen, welche die Hubble-Mission seit Anfang verfolgen, können in diesem Werk viel Neues entdecken oder bekannte Episoden in neuem Licht: Manche Bilder finden sich hier in neuer, heraus­ragender Qualität. „Hubble – Atem­beraubende Bilder aus dem All“ ist ein Astronomiebuch für abendfüllende Lesestunden der besonderen Art.

Stefan Oldenburg, Heidelberg

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