Rezension

Expanding Universe – The Hubble Space Telescope

Charles F. Bolden, Jr., Owen Edwards, John Mace Grunsfeld und Zoltan Levay: Expanding Universe – The Hubble Space Telescope, 2. Aufl., Taschen, Köln 2020, geb., 260 Seiten, 30 €, ISBN 9783836583633

Vor drei Jahrzehnten startete das Hubble-Weltraumteleskop vom Erdorbit aus seine Erkundung des Universums. Seit dem Beheben einiger Anfangsprobleme sammelt es ungestört von der Erdatmosphäre Erkenntnisse und atemberaubende Fotografien naher bis fernster Himmelsobjekte.

Zum runden Geburtstag hat der Taschen-Verlag den vor fünf Jahren erstmals erschienenen Bildband „Expanding Universe“ neu aufgelegt. Der Aufbau folgt jenem ähnlicher Publikationen – und beginnt im Sonnensystem. Den Anfang machen Bilder des Erdtrabanten, unserer Nachbarplaneten bis hin zur berühmten Aufnahme Plutos, die neben seinem größten Mond Charon erstmals auch die beiden kleineren Monde Nix und Hydra zeigte. Viele Seiten mit großformatigen Fotografien folgen und zeigen planetarische Nebel und andere Himmelsobjekte unserer Heimatgalaxie. Der Leser blättert sich immer weiter hinaus ins Weltall, sieht detailreiche Aufnahmen von Nachbargalaxien und gelangt zu Sterneninseln auf den „Deep-Field-Aufnahmen“ Hubbles, die nur noch als winzige Flecken erkennbar sind. Immer wieder eingestreut finden sich doppelt ausklappbare Panoramen, welche die Himmelsobjekte in voller Pracht präsentieren.

Der Bildband soll nicht in erster Linie astronomische Erkenntnisse vermitteln, er will den Leser zum Staunen bringen – und das gelingt in besonderer Weise. Ja, man staunt immer wieder über die Ästhetik der Objekte. Die NASA und die ESA haben gerade mit solchen „schönen“ Astrobildern immer auch Werbung für ihr – außerordentlich teures – Vorzeigeteleskop gemacht. An jedem Jahrestag des Hubble-Starts erwartet die Öffentlichkeit ein „Geburtstagsbild“. Etliche davon finden sich in diesem Band.

Ein Index mit Informationen zu den Himmelsobjekten des Bildteils findet sich im Anhang. Da sie hier nochmals klein zu finden sind, lassen sich die Fotografien problemlos identifizieren. Der Verlag kündigt an, mit dieser Ausgabe 30 „brandaktuelle“ Hubble-Bilder vorzulegen. Da der Umfang zur Erstauflage von 2015 unverändert geblieben ist, sind somit 30 ältere Bilder durch neuere ersetzt worden.

Gleich geblieben ist auch die hohe Druckqualität der Jubiläumsauflage. Bei der Bildbearbeitung wurde sehr behutsam vorgegangen und auf übertriebene Schärfmethoden oder Kontrastanhebungen – wie in manch ähnlicher Publikation mit Hubble-Fotografien – weitgehend verzichtet. Die Aufnahmen wirken plastisch und zeigen einen enormen Detailreichtum. Fast wähnt man sich auf einer imaginären Raumschiffreise in die Nähe der Himmelsobjekte.

Der englische Essay von Owen Edwards, der einen kunsthistorischen Blick auf die Hubble-Bilder wirft, lässt  in der deutschen wie in der französischen Übersetzung den lyrischen Ton des Originals etwas vermissen. Zudem sind Entfernungsangaben der Galaxie M 81 wie in der ersten Auflage falsch wiedergegeben: 11,6 Millionen Lichtjahre schrumpfen in der deutschen und der französischen Version auf 11,6 Lichtjahre. Gerade das Bild von „Bodes Galaxie“ (Messier 81) fehlt in der Neuauflage, da es durch eine jüngere Aufnahme der Spiralgalaxie M 33 ersetzt wurde. Doch das sind Lappalien, die den Wert dieses grandiosen Bildbandes nicht mindern, der auch in der Neu­auflage eine beeindruckende Sammlung von Fotografien des Hubble-Weltraumteleskops ist – in prachtvollem Gewand für einen wahrlich winzigen Preis. Ein echtes Geschenk.

Stefan Oldenburg

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