Rezension

Die souveräne Expertin

Volker Hahn: Die souveräne Expertin. 77 Tipps für die verbale Wissenschaftskommunikation, Springer Berlin Heidelberg, XXIII + 190 S., ­Soft­cover, 22,99 €, ISBN 9783662617229

Mit diesem kompakten Sachbuch verspricht Volker Hahn im Unter­titel 77 Tipps für die verbale Wissenschaftskommunikation. Trotz des Titels richtet er sich nicht nur an Frauen – dazu später mehr. Die Tipps gruppiert der Autor entlang einer Zeitachse – wobei er das Gespräch über das eigene Forschungsgebiet genauso meint wie die Teilnahme an einer Talkshow oder den Vortrag bei der Nacht der Wissenschaften. Zur Orientierung zeigen drei Symbole zu Beginn jedes Tipps, ob dieser relevant für Interviews, Vorträge oder Gespräche ist. Falls sich etwas auch auf geschriebene Texte anwenden lässt, merkt Hahn dies explizit an. Die Tipps sind knapp und verständlich, wie es bei guter (Wissenschafts-)Kommunikation sein sollte. Das erste Praxisbeispiel erhält man also beim Lesen en passant. Ähnlich verfährt der Autor mit seinen Kernbotschaften: Getreu dem Tipp 14 „Randaspekte aussparen, Kernbotschaften wiederholen“ erklärt er Fachbegriffe und zeigt bei fast allen Tipps konkrete Beispiele, „Wie andere das machen“ beziehungsweise „Was andere dazu sagen“. Weil den Beispielen stets einer der beiden Zwischen­titel vorausgeht, setzen sie sich gut von den Tipps ab – das Buch eignet sich daher auch zum Nachschlagen.

Gelungen ist die Idee, die längeren Tipps mit einem passenden Zitat abzuschließen. Über die Auswahl lässt sich trefflich streiten, aber sie erfüllen den Zweck, die Kernbotschaft noch einmal zuzuspitzen. Ein schönes Beispiel sind am Ende von Tipp 32 („Kurze Sätze“) die beiden Ratschläge von Kurt Tucholsky alias Peter Panter für gute und schlechte Redner: „Hauptsätze, Hauptsätze, Hauptsätze“ bzw. „Sprich mit langen, langen Sätzen…“.
Volker Hahn rundet die 77 Tipps mit fünf Interviews ab, die er mit Wissenschaftlerinnen, Pressesprechern und Redaktionsleitern geführt hat. Diese bringen noch einmal auf den Punkt, was aus ihrer unterschiedlichen Sichtweise gute Wissenschaftskommunikation ausmacht und wie sie gelingen kann. Eine Literatur­liste mit über 110 Einträgen regt zur vertieften Lektüre an. So schnürt Hahn ein gelungenes Gesamtpaket zum günstigen Preis – und verheimlicht dabei nicht, dass nur das Üben und Ausprobieren der Tipps zum Profi macht.

Doch nun zurück zum Buch­titel, zu dem der Autor im Vorspann Stellung nimmt: „In meinen Texten sind alle Menschen, die forschen oder früher geforscht haben, weiblich. Alle anderen Menschen sind Männer.“­ Dass die Wissenschaftlerin also durchgehend mit einem Journalisten spricht, lässt anfangs stolpern, führt aber im Laufe der Lektüre zum gewünschten Effekt: Bei allen Personen, die nicht namentlich genannt werden, stellt sich die Frage nach ­deren Geschlecht nicht mehr. Bleibt zu hoffen, dass der Titel nicht allzu viele männliche Leser vom Kauf des Buchs abhalten wird.

Kerstin Sonnabend

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