Rezension

Cosmos – The Art and Science of the Universe

Roberta J. M. Olson, Jay M. Pasachoff: Cosmos – The Art and Science of the Universe, Reaktion Books 2019, 304 S., geb., 35 £, ISBN 9781789140545

Sonne, Mond und Sterne sind Grundlage unseres Lebens. Kein Wunder also, dass sie gleichermaßen Gegenstand von Mythologie, Kunst und Wissenschaft sind. Das dokumentiert dieser Bildband, den die Kunsthistorikerin Roberta Olson und der Astronom Jay Pasachoff herausgegeben haben. Die beiden beschäftigen sich schon seit der spektakulären Wiederkehr des Halleyschen Kometen im Jahr 1985 mit künstlerischen Darstellungen von Himmelsphänomenen und astronomischen Objekten. Dazu gehören die Sternbilder, Sonne, Mond und Planeten ebenso wie Finsternisse, Meteore, Nordlichter und Kometen.

Das Autorengespann hat dazu einen beeindruckenden Reigen an künstlerischen wie wissenschaftlichen Werken zusammengestellt: frühzeitliche Objekte wie die Himmelsscheibe von Nebra, Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Stiche, künstlerisch gestaltete Objekte, Fotografien und sogar Kleidung wie das von Giovanni Schiaparellis Nichte Elsa entworfene „kosmische Dinner-Jacket“.

Die Auswahl der Bilder und die vorzügliche Abbildungsqualität begeistern mich, ebenso die vielfältige Machart der astronomischen Bildkunst: ob symbolisch, realistisch oder gänzlich abstrakt, ob als faszinierendes Detail oder formatfüllendes Motiv.  Gemälde enthalten erstaunlich realistische Darstellungen astronomischer Objekte, während wissenschaftliche Bilder eine künstlerische Wirkung entfalten. Jedes der gezeigten Bilder hat seinen besonderen Reiz.

Der begleitende, gut verständliche Text ist eine kompakte Zeitreise durch die Kunst-, Kultur- und Wissen­schaftsgeschichte und macht den hervorragend verarbeiteten Band zu  einer transportablen Galerie, die zu weiteren Entdeckungen einlädt.

Alexander Pawlak

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