Rezension

The Art of Science at GSI and FAIR

The Art of Science at GSI and FAIR (engl./dt.), GSI Helmholtzzentrum für Schwer­ionenforschung GmbH, Darmstadt 2021, 118 S., geb., 24 €, ISBN 9783945365342

Physikalische Großforschungsanlagen haben aufgrund ihrer Ausmaße und unüberschaubaren Details einen besonderen visuellen Reiz, nicht zuletzt für Fotoprofis. So gibt es zum Large Hadron Collider einen spektakulären Bildband des Fotografen Peter Ginter (Edition Lammerhuber 2013). Der Fotograf Andri Pol hat mit seinem wundervollen und skurrilen Band „Menschen am Cern“ (Lars Müller Publishers 2014) der Forschung im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht oder vielmehr viele Gesichter gegeben.

Nun hat das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt (GSI) einen Bildband veröffent­licht, der gezeichnete Ansichten des Forschungszentrums und der im Bau befindlichen Facility for Antiproton and Ion Research (FAIR) zeigt. Die Zeichnungen stammen von 40 „Urban Sketchers“, die GSI und FAIR im Januar 2020 besuchten, und 12 Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach, die im Sommer 2020 eine Woche auf dem GSI-FAIR-Campus verbrachten, um den Workshop „Zeichnen als visuelle Wissensvermittlung an der Schnittstelle zwischen Gestaltung und Wissen­schaft“ zu absolvieren.

Fast 100 Werke zeigen individuelle Ansichten von den Experimentier­anlagen, Instrumenten, dem Kontrollraum oder der FAIR-Baustelle. Zudem sind abstrakte Darstellungen zu sehen, die sich mit der unsichtbaren Welt der Teilchen und Atome bzw. den mikroskopischen Strukturen und Wechselwirkungen auseinandersetzen.

Das Manko des schönen Bandes liegt beim kaum vorhandenen Text. Zwar heißt es gern „Ein Bild erspart tausend Worte“, aber dennoch hätte man sich hier deutlich mehr Hintergrundinformationen, Erklärungen oder auch Interviews mit den Machern gewünscht. Die Zeichnungen sind nur mit dem Namen des Ur­hebers oder der Urheberin versehen, was genau zu sehen ist, bleibt zumeist im Dunklen, es sei denn, es handelt sich um Baustellenansichten. Die Gliederung erschließt sich mir nicht, da helfen auch die kurzen Zwischentexte nicht, und so erscheinen die Bilder eher nach Format, aber nicht inhaltlich verteilt. Herausgekommen ist ein exzellent gestaltetes kunterbuntes Portfolio, das zeigt, wie sich Forschung und ihre Gegenstände auch einmal ganz anders als fotografisch darstellen lassen, das aber leider alle Erklärungen schuldig bleibt.

Alexander Pawlak

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