Rezension

Apollo 11. Der Wettlauf zum Mond

James Donovan: Apollo 11. Der Wettlauf zum Mond und der Erfolg einer fast unmöglichen Mission, DVA, München 2019, gebunden, 544 S., 28 Euro, ISBN 9783421047151

James Donovan, erfahrener Sachbuchautor zu Themen amerikanischer Geschichte, lässt in seinem Buch (Originaltitel: „Shoot for the Moon“) den Wettlauf zum Mond Revue passieren − vom „Sputnik-Schock“ über Kennedys Rede vom 25. Mai 1961, in der er die Vision einer bemannten Mondlandung formuliert, bis zur erfolgreichen Mondlandung. Dieser sind die letzten hundert Seiten gewidmet. Davor erzählt Donovan die Geschichte des Apollo-Projekts. Dabei würdigt er die vielen unterschiedlichen Akteure aus Politik, Ingenieurwesen, Industrie und Management, die zu diesem gigantischen technischen Projekt beigetragen haben. Gestützt auf die umfangreiche Literatur, viele Quellen und Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen spart er dabei auch die menschlichen und weniger glanzvollen Seiten nicht aus, etwa Wernher von Brauns kontroverse Karriere von Peenemünde zur NASA.

Die wissenschaftliche Seite des Apollo-Programms vernachlässigt Donovan leider, was aber sicher auch damit zu tun hat, dass er mit Apollo  11  endet. Das ist aber kein Nachteil, denn so ist das Buch komplementär zum maßgeblichen Werk über die Apollo-Missionen, „A Man on the Moon“ von Andrew Chaikin (1994), gerade neu aufgelegt bei Penguin.
Der 12-seitige farbige Bildteil ist eine sinnvolle Ergänzung zum Text, aber die meisten Fotos sind zu klein und wären in größerem Format an der passenden Textstelle besser aufgehoben gewesen. Der Anhang bietet auf über 50 Seiten umfangreiche Anmerkungen, Literatur- und Quellenan­gaben sowie ein gutes Register.

Donovan ist eine lesenswerte Geschichte des Apollo-Projekts gelungen, die in die Tiefe geht, ohne sich allzu sehr in Details zu verlieren.

Alexander Pawlak

 

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