Nobelpreis

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Der schwedische Erfinder und Industrielle Alfred Nobel hat einen Preis gestiftet, der seit 1901 jährlich an diejenigen vergeben wird, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen in den Gebieten Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und Friedensbemühungen geleistet haben. Der Nobelpreis gilt als höchste Auszeichnung in den berücksichtigten Disziplinen und wird traditionell an Nobels Todestag am 10. Dezember verliehen.

Artikel

Ihrer Zeit vorausgeeilt

Die Vordenker topologischer Phasen in Festkörpern erhalten den Nobelpreis für Physik 2016.

  • Ronny Thomale
  • 12 / 2016 Seite: 24
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Den diesjährigen Nobelpreis für Physik erhalten David James Thouless, Frederick Duncan Michael Haldane und John Michael Kosterlitz für die Entdeckung topologischer Phasen und Phasenübergänge. Was zu der Zeit, als die drei Physiker ihre Theorien ausgearbeitet haben, in erster Linie ein mathematisches Konzept war hat heute in der Physik vielfältige und bedeutende Anwendungen. Die wahre Geburtsstunde topologischer Phasen in der Festkörperphysik war die Erklärung des Quanten-Hall-Effekts.

Wandelbare Geisterteilchen

Für ihre Arbeiten zu Neutrinooszillationen erhalten Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald den Physik-Nobelpreis 2015.

  • Guido Drexlin, Manfred Lindner und Christian Weinheimer
  • 12 / 2015 Seite: 24
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Mit Hilfe langwieriger und heraus­fordernder Messungen mit den beiden Experimenten SNO und Super-Kamiokande ließen sich die über viele Jahre bestehenden Probleme der „fehlenden“ Sonnen- und Atmosphärenneutrinos lösen. Dadurch gelang es, die Hypothese zu bestätigen, dass sich Neutrinos im Flug von einer Sorte in eine andere umwandeln. Als Leiter der Kollaborationen haben die beiden diesjährigen Nobelpreisträger damit die Tür zur weiteren Erforschung der Eigenschaften dieser faszinierenden...

„Ich wollte es den Zweiflern zeigen“

Interview mit dem Chemie-Nobelpreisträger Stefan W. Hell

  • Alexander Pawlak
  • 06 / 2015 Seite: 23
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Seit fast dreißig Jahren beschäftigt sich Stefan W. Hell (52) mit Mikroskopie. Schon sehr früh setzte er sich zum Ziel, eine Methode zu entwickeln, mit der sich die Beugungsgrenze durchbrechen lässt. Dieses verfolgte er hartnäckig weiter und nahm dafür eine wechselvolle akademische Karriere in Kauf, die ihn schließlich ans Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen führte, wo er seit 2002 Direktor ist. 2014 erhielt er gemeinsam mit Eric Betzig und William E. Moerner den...

Abbe ausgetrickst

Für ihre Arbeiten zur super-auflösenden Fluoreszenzmikroskopie erhalten Stefan W. Hell, Eric Betzig und William E. Moerner den Chemie-Nobelpreis 2014.

  • Jörg Bewersdorf, Christian Eggeling und Thomas A. Klar
  • 12 / 2014 Seite: 23
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Durch kein Mikroskop können Theile getrennt (...) werden, wenn dieselben einander so nahe stehen, dass auch der erste durch Beugung erzeugte Lichtbüschel nicht mehr gleichzeitig mit dem ungebeugten Lichtkegel in das Objectiv eintreten kann“ schrieb Ernst Abbe im Jahre 1873 in seinem denkwürdigen Aufsatz „Beiträge zur Theorie des Mikroskops und der mikroskopischen Wahrnehmung“ [1]. Eine Seite weiter kommt er zu der Formel, die wir alle im Grundstudium der Physik gelernt haben, dass nämlich die...

Ein blaues Wunder

Für die Entwicklung der blauen Leuchtdiode erhalten Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura den Physik-Nobelpreis 2014.

  • Henning Riechert
  • 12 / 2014 Seite: 28
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Blaue Leuchtdioden waren bis Mitte der Neunzigerjahre exotische Bauelemente. Das einzige dafür verfügbare Festkörper-Material, Siliziumkarbid (SiC), war wegen seiner indirekten Band-lücke eigentlich ungeeignet. Daher blieben die blauen Leuchtdioden (LED) lichtschwach und ineffizient. Immerhin fanden sie sich als Fernlicht-Indikator in jedem Auto, waren anderweitig aber kaum nutzbar. Neue Hoffnung hatte der III-V-Verbindungshalbleiter Gallium­nitrid (GaN) versprochen, der schon länger in der...

„Nicht der kostengünstigste Weg“

Interview mit dem Physik-Nobelpreisträger und ehemaligen amerikanischen ­ Energieminister Steven Chu zur Energiefrage

  • Stefan Jorda
  • 05 / 2014 Seite: 22
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Als Wissenschaftler entwickelte er bei den Bell Labs und an der Stanford University Methoden, um Atome zu kühlen und zu speichern. Dafür erhielt Steven Chu 1997 den Physik-Nobelpreis. Als Manager leitete er fünf Jahre lang das Lawrence Berkeley National Lab, bevor er 2009 dem Ruf von Barack Obama folgte und Energieminister wurde. Inzwischen ist er als Professor für Physik und Physiologie wieder zurück an der Stanford University, engagiert sich aber unverändert in Sachen Klimawandel und...

Das Higgs-Teilchen und seine Väter

Für die Entdeckung eines Mechanismus‘ zur Massenerzeugung erhalten François Englert und ­Peter Higgs den Physik-Nobelpreis 2013.

  • Tilman Plehn und Michael Krämer
  • 12 / 2013 Seite: 24
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Die Entdeckung des Higgs-Teilchens ist der bisherige Höhepunkt des vielleicht größten und langfristigsten Projekts der Grundlagenforschung. Es begann mit Enrico Fermi und seinem „Versuch einer Theorie der β-Strahlen“ 1934. Als großes strukturelles Problem dieser Theorie der schwachen Kernkraft stellte sich im Laufe der Jahrzehnte die Tatsache heraus, dass die nach ihm benannte Fermi-Kopplungskonstante nicht einfach eine Zahl ist, sondern die Einheit von 1/Masse2 hat.

Ein Weltbürger der Wissenschaft

Am 9. März wird der in Wien geborene Physiker und Chemie-Nobelpreisträger Walter Kohn 90 Jahre alt.

  • Stefan Jorda
  • 03 / 2013 Seite: 26
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Kindheit in Wien, Vertreibung durch die Nazis, Studium und Promotion in Toronto und Harvard, später Professuren in San Diego und Santa Barbara – das sind einige Stationen des bewegten Lebens von Walter Kohn, der Mitte der 1960er-Jahre die Dichtefunktional­theorie entwickelte, für die er 1998 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Zu seinen vielen Ehrungen und Auszeichnungen zählt seit Dezember 2012 auch die Ehrendoktor­würde der Universität Wien.

Zauberer im Quantenreich

Für ihre grundlegenden Experimente zu einzelnen Quantensystemen erhalten Serge Haroche und David Wineland den Physik-Nobelpreis 2012.

  • Ferdinand Schmidt-Kaler und Dietrich Leibfried
  • 12 / 2012 Seite: 24
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It is fair to state that we are not experimenting with single particles, any more than we can raise Ich­thyosauria in the zoo – diese Worte von Erwin Schrödinger stammen aus dem Jahr 1952. Sechzig Jahre später erhalten David Wineland vom National Institute of Standards and Technology (NIST) in Boulder, Colorado, USA, und Serge Haroche von der École Normal Supérieure (ENS) in Paris den Nobelpreis für ihre bahnbrechenden Experimente mit einzelnen Quantenteilchen. Eine theoretische Beschreibung...

Reif für die Insel

Seit 1951 tagen jedes Jahr Nobelpreisträger gemeinsam mit Nachwuchswissenschaftlern in Lindau am Bodensee. Dieses Jahr stand das Treffen wieder im Zeichen der Physik.

  • Maike Pfalz
  • 09 / 2012 Seite: 25
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Schon bevor man über die Seebrücke hinüber in die Altstadt von Lindau auf die Insel fährt, lächeln einem zahlreiche Nobelpreisträger entgegen. Wenige hundert Meter weiter reihen sich vor der Inselhalle Luxuskarossen aneinander:

Eine unmögliche Entdeckung

Für die Entdeckung der Quasikristalle erhält Daniel Shechtman den Chemie-Nobelpreis 2011.

  • Michael Engel, Johannes Roth und Hans-Rainer Trebin
  • 12 / 2011 Seite: 31
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Traditionell teilen sich Festkörper in zwei Klassen auf: Kris­talle und amorphe Phasen. Sie unterscheiden sich durch die Existenz (bzw. das Fehlen) einer atomaren Fernordnung. Seit den Arbeiten von René Just Haüy im 18. Jahrhundert ist bekannt, dass ein periodischer Aufbau die äußere Form von Kris­tallen erklären kann. Zur Beschreibung genügt eine von drei Vektoren aufgespannte Einheitszelle, die eindeutig mit Atomen belegt („dekoriert“) ist und sich nach den drei Raumrichtungen wiederholt, wie...

Eins-a-Vermessung des Universums

Für die Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums erhalten Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess den Nobelpreis für Physik 2011.

  • Bruno Leibundgut
  • 12 / 2011 Seite: 27
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Walter Baade und Fritz Zwicky, ein deutscher und ein schweizer Astrophysiker, die in Kalifornien forschten, prägten 1934 den Begriff „Supernova“ für gigan­tische Sternexplosionen. Diese erstrahlen so hell, dass sie über weite Bereiche des Universums zu beobachten sind. Baade und Zwicky identifizierten zwei Hauptgruppen von Supernovae – solche mit Wasserstofflinien in ihren Spektren (als Typ II bezeichnet) und solche ohne Wasserstoff (Typ I) – und schlugen bereits vor, dass sich...

''Das ist meine Kultur''

Interview mit dem Physik-Nobelpreisträger Jack Steinberger, der am 25. Mai seinen 90. Geburtstag feiern konnte.

  • Stefan Jorda
  • 07 / 2011 Seite: 21
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Jack Steinberger wurde 1921 als Hans Jakob in Bad Kissingen geboren. Als 13-jährigen brachten ihn seine Eltern (gemeinsam mit seinem älteren Bruder) 1934 vor den Nazis in Sicherheit. In den USA studierte er bei Enrico Fermi, machte Karriere als Teilchenphysiker und entdeckte 1962 das Myon-Neutrino, wofür er 1988 gemeinsam mit Leon Lederman und Melvin Schwartz den Physik-Nobelpreis erhielt. In den Jahren danach lebte die Verbindung zu Bad Kissingen wieder auf, wo Jack Steinberger heute...

Mit Tesafilm nach Stockholm

  • Patrik Recher und Björn Trauzettel
  • 12 / 2010 Seite: 22

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Für ihre bahnbrechenden Pionierarbeiten zu Graphen erhalten Andre Geim und Konstantin Novoselov den Nobelpreis für Physik 2010.

''Ich versuche, mit intuitiven Bildern zu arbeiten''

  • Stefan Jorda
  • 07 / 2010 Seite: 49

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Interview mit dem Pionier der Laserspektroskopie Theodor W. Hänsch

Vater der Glasfaserkommunikation

  • Hans-Georg Unger
  • 12 / 2009 Seite: 24

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Charles Kuen Kao erhält den Physik-Nobelpreis 2009 für seine bahnbrechenden Leistungen zur Lichtübertragung in Glasfasern.

Eine entscheidende Stunde

  • Hans-Joachim Queisser
  • 12 / 2009 Seite: 27

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Für die Entwicklung des Charge-Coupled Device (CCD) erhalten Willard S. Boyle und George E. Smith den Physik-Nobelpreis 2009.

Respekt für Symmetrie

  • Chris Quigg und Bruce D. Winstein
  • 12 / 2008 Seite: 19

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Physik-Nobelpreis 2008 für Entdeckung der spontanen Symmetriebrechung

Der Schlüssel zum CP-Problem

  • Ahmed Ali
  • 12 / 2008 Seite: 22

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Physik-Nobelpreis 2008: von Fermi zu Kobayashi und Maskawa

Gala der Wissenschaft

  • Stefan Jorda
  • 01 / 2008 Seite: 22

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Eindrücke von der Nobelpreisverleihung 2007 in Stockholm.

Rieseneffekt in dünnen Schichten

  • Eberhard Wassermann und Burkard Hillebrands
  • 12 / 2007 Seite: 23

Expedition zwischen Physik und Chemie

  • Helmut Knözinger und Matthias Scheffler
  • 12 / 2007 Seite: 27

Kopplung macht den Widerstand

  • Peter Grünberg
  • 09 / 2007 Seite: 33

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Im Zuge der rasanten technologischen Entwicklung rücken Daten auf einer Computer-Festplatte immer enger zusammen. Die immer kleineren und empfindlicheren Schreib- und Leseköpfe machen sich seit rund zehn Jahren den 1988 entdeckten Riesenmagnetowiderstand (GMR) zunutze. Darunter versteht man die große Änderung des elektrischen Widerstands eines magnetischen Schichtsystems, die auftritt, wenn die Magnetisierungen der einzelnen Schichten von antiparalleler auf parallele...

Der Nachhall des Urknalls

  • Torsten A. Enßlin
  • 12 / 2006 Seite: 24

Kohärenz und Präzision

  • Wolfgang P. Schleich und Herbert Walther
  • 12 / 2005 Seite: 21

Schwache starke Wechselwirkung - die asymptotische Freiheit der Quarks

  • Siegfried Bethke und Peter Zerwas
  • 12 / 2004 Seite: 31

Symmetriebrechung und Quanten­flüssigkeiten

  • Rudolf P. Hübener, Mario Liu und Nils Schopohl
  • 12 / 2003 Seite: 23

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Physik-Nobelpreis für Theorien zu Supraleitern und Supraflüssigkeiten

Von der Kernphysik zur medizinischen Diagnostik

  • Axel Haase
  • 12 / 2003 Seite: 27

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Medizin-Nobelpreis für Kernspintomographie

Neue Fenster ins All

  • Till Kirsten und Joachim Trümper
  • 12 / 2002 Seite: 22

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Den diesjährigen Nobelpreisträgern Raymond Davis jr. und Masatoshi Koshiba ist es erstmals gelungen, Neutrinos aus der Sonne und aus Supernovae nachzuweisen. Sie begründeten damit die experimentelle Neutrinoastrophysik, die seitdem aufregende fundamentale Beiträge zur Teilchenphysik liefert. Die zweite Hälfte des Nobelpreises erhält Ricardo Giacconi für seine Pionierarbeiten zur Röntgenastronomie, die sich zu einer tragenden Säule der Astrophysik und Kosmologie entwickelt hat.

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Die offizielle Website des Nobelpreises

Hier finden sich zahlreiche Hintergrundinfos zu jedem einzelnen Nobelpreis, der bislang vergeben wurde. Zudem werden dort die Nobel Lectures im Livestream übertragen.

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