Podrennen im Vakuum

  • 03. February 2017

Team der TU-München gewinnt Hyperloop competition.

Die harte Arbeit hat sich gelohnt: Das WARR-Hyperloop-Team holte sich beim Finale der Hyperloop Pod Competition bei SpaceX in Los Angeles den Preis für den schnellsten Pod. Elon Musk verfolgte die Fahrt der Münchner Kapsel vor Ort.

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Abb.: Das siegreiche WARR Hyperloop Team. (Bild: Dolores Volkert, TUM)

SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die „Hyperloop Pod Competition“ 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Hoch­geschwindig­keits­zuges, der sich mit annähernd Schall­geschwindigkeit in einer Röhre mit Teil­vakuum fortbewegen soll. Studierenden­teams aus der ganzen Welt stellten ihre Konzepte für den sogenannten Pod vor, die Kabinen­kapsel, in der Passagiere durch die Röhre trans­portiert werden sollen. Dreißig Teams wurden ausgewählt, ihre Proto­typen zu bauen und im Finale gegeneinander anzutreten.

Vom 27. bis 29. Januar war es dann so weit: Von den 30 ausgewählten Teams reisten 27 nach Los Angeles, um am Finale auf dem Gelände von SpaceX teilzunehmen. Darunter das WARR-Hyperloop-Team der Technischen Universität München (TUM). In der eigens für den Wettbewerb gebauten Röhre fanden die abschließenden Tests statt. Doch nur drei Teams durften tatsächlich in der evakuierten Röhre fahren: die Stu­die­renden des Massachusetts Institute of Technology, der TU Delft und das der TUM.

Am Sonntag konnte das WARR-Hyperloop-Team dann erleben, wie ihre Kapsel durch die Röhre raste. Elon Musk verfolgte den Test des Münchner Teams als einzigen live vor Ort. Der Pod schoss an Platz Eins. Das Team erhielt den Preis für den „Fastest Pod“. Die Trophäe: Ein von Elon Musk handsignierter Miniatur-Pod aus Titan. Die TU Delft war ebenfalls erfolgreich und erhielt den Preis für den technisch besten Prototyp.

„Den Sieg jetzt nach Hause an die TUM bringen zu können macht uns unglaublich stolz“, sagt Thomas Ruck vom WARR-Hyperloop-Team. „Es ist ein tolles Gefühl nach eineinhalb Jahren harter Arbeit als Sieger dazustehen und sagen zu können, dass man alles richtig gemacht hat.“

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Abb.: ‚German Engineering‘: Bau des Hyperloop-Prototypen. (Bild: Andreas Heddergott,TUM)

TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann zum Sieg des Teams: „Ich gratuliere unserem WARR-Hyperloop-Team zu diesem eindrucks­vollen Erfolg. In nur eineinhalb Jahren haben TUM-Studierende aus verschiedenen Fakultäten eine Hoch­geschwindig­keits-Passagier­kapsel für das Hyperloop-Konzept entwickelt und selbst gebaut. Sie haben dabei das ‚German Engineering‘ zum Sieg in einem harten internationalem Wettbewerb geführt, bei dem die ganze TUM-Gemeinschaft die Daumen gedrückt hatte. Meine höchste An­er­kennung zu dieser anspruchs­vollen Leistung.“

Das WARR-Hyperloop-Team wurde von der TU München und dem Bund der Freunde der Technischen Universität München e.V. finanziell unterstützt.

TUM / LK

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