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We Have No Idea – A Guide to the Unknown Universe

  • von J. Cham und D. Whiteson
  • 29. November 2017
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J. Cham und D. Whiteson: We Have No Idea – A Guide to the Unknown Universe, Riverhead Books, New York 2017, 368 S., geb., 28,00 US$ ISBN 9780735211513

Woher weiß man eigentlich, dass man etwas nicht weiß? Weil man schon eine ganze Menge von genau dieser Sache verstanden hat. So lässt sich das Konzept hinter „We have no idea“ zusammenfassen. Denn obwohl die beiden Autoren – ihres Zeichens gestandene Wissenschaftler in Robotik und Hochenergiephysik – in der Einleitung betonen, dass sie auf den kommenden 340 Seiten darüber schreiben, was die Wissenschaft bis heute auch nicht ansatzweise erklären kann, machen sie dem Leser gleichzeitig Mut, dass es noch unglaublich viel zu entdecken und zu verstehen gibt.
Jedes der folgenden 17 Kapitel ist denn auch einer Frage gewidmet, bei der die Forschung noch immer keinen Schritt weiter gekommen zu sein scheint – beispielsweise „Was ist die Dunkle Energie?“ oder „Wie groß ist das Universum?“. Die Untertitel zeigen, dass die beiden Autoren die Erklärungen dazu mit einer Menge Humor würzen: „Ihr Verstand wird durch unser expandierendes Universum platzen.“ Da sich nicht jeder Leser diese Fragen schon einmal selbst gestellt hat, erklären die beiden zunächst, wie Physiker überhaupt auf die Frage kommen – und bringen dabei en passant jede Menge Wissen über den aktuellen Stand der Forschung zu Kosmologie und Teilchenphysik an den Leser.

Natürlich unterstützen den Text dabei keine komplizierten Formeln oder Graphen, sondern die aus den PHD Comics bekannten Zeichnungen Jorge Chams. Damit lassen sich selbst Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie und die Folgen des endlichen Werts der Lichtgeschwindigkeit auf sehr amüsante Weise erklären. So zeigt das Buch tatsächlich auf, wovon wir keine Ahnung haben – und bietet gleichzeitig einen spannenden Überblick, woher wir das eigentlich wissen.

Bisher gibt es den schönen Band zwar nur auf Englisch – dieses fällt allerdings sprachlich nicht sehr kompliziert aus. Wer auf den Geschmack gekommen ist und es etwas genauer wissen will, findet in der Bibliographie zu jedem Kapitel weiterführende Literatur – bis hin zu Review-Artikeln in Fachzeitschriften. Das ausführliche Register führt schnell zu den Fragen (und Erklärungen) der jeweiligen Stichwörter. Der inhaltlich verzahnte Aufbau des Buches empfiehlt es allerdings, die Kapitel nacheinander zu lesen und nicht einzelne Kapitel herauszugreifen – es sei denn, man besitzt bereits ein profundes Wissen zu allem, wovon wir keine Ahnung haben.

Kerstin Sonnabend

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