Scheinwerfer an!

  • 04. December 2015

Die nationale Abschlussveranstaltung zum Internationalen Jahr des Lichts fand am 27. November 2015 in Berlin statt. Wieder standen die vier Aspekte Technologie, Wissenschaft, Natur und Kultur im Fokus.

Lichtbasierte Technologien tragen maßgeblich dazu bei, internationale Entwicklungsziele zu erfüllen. Darauf verwiesen die Vereinten Nationen bei ihrem Ausruf des International Year of Light (IYL). Ziel des Mottojahres war es aus diesem Grund, auf internationaler Ebene für die Bedeutung von Licht und Lichttechnologien insbesondere für Kommunikation, Medizin und Bildung zu sensibilisieren. Ende November zogen die Organisatoren sowie Vertreter aus Industrie und Forschung in Berlin Bilanz. In Grußworten, Vorträgen und einer Podiumsdiskussion ließen sie die wichtigsten Erkenntnisse aus dem IYL Revue passieren.

Abb.: Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, lässt das Internationale Jahr des Lichts in Deutschland Revue passieren. (Bild: DPG/ ZAB/ Marschalsky 2015)

Roland Bernecker lobte zum Abschluss des Internationalen Jahres des Lichts insbesondere den Einsatz der DPG (Foto: DPG/ ZAB/ Marschalsky 2015)

Über 100 Organisationen aus 85 Ländern hatten Initiativen ergriffen, in Deutschland hat die DPG alle Aktivitäten koordiniert. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, hob die Rolle der DPG bei der Ausrichtung des Internationalen Jahres des Lichts hervor: „Von Deutschland aus sind wichtige Impulse für alle Teilnehmer ausgegangen“, lobte er und sprach Andreas Buchleitner, dem Vorsitzenden des Deutschen Komitees für das IYL, und Bernhard Nunner, dem Hauptgeschäftsführer der DPG, stellvertretend seine Anerkennung für ihren großen Einsatz aus. „Es ist eine große Freude, bei der Umsetzung mit so einem starken Partner assoziiert zu sein“, sagte er.

Arnulf Quadt, der im DPG-Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, erläuterte: „Wir haben den Auftrag so verstanden, dieses Mottojahr in alle Themengebiete und Bevölkerungsgruppen zu bringen. Wir wollten Menschen motivieren und dafür werben, selbst Veranstaltungen zu organisieren und in den Veranstaltungskalender einzutragen.“ Und dieser Kalender listete Ende 2015 deutschlandweit rund 700 Veranstaltungen auf. Nicht nur überraschend viele, sondern auch vielfältige und innovative Aktionen finden sich darunter: Sternenwanderungen und Lesungen, Experimente für die Kleinsten und Schülerwettbewerbe, Konzerte, Science Slams und Lichtinstallationen.

„Wir wollen das Jahr des Lichts nutzen, um junge Menschen und die Öffentlichkeit für neue Technologien zu begeistern ”, hatte DPG-Präsident Edward G. Krubasik bei der Eröffnungsveranstaltung in München gesagt. Ein prominentes Beispiel für gelungene Öffentlichkeitsarbeit ist sicher das Wissenschaftsfestival „Highlights der Physik“, das 2015 zum Thema „Lichtspiele“ in Jena stattgefunden hat. Mitmach-Ausstellungen und Workshops, Bühnenshows und Vorträge informierten die Besucher unterhaltsam und mit vielen Aha-Effekten über aktuelle Forschung. Erfindungsreich und spielerisch geht das IYL auch zu Ende: Alle 24 Experimente von „PiA - Physik im Advent“ konzentrieren sich auf das Thema Licht.

Abb.: Der Garten der Landesvertretung Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern beim Bund in Berlin wurde vom Verein Berlin leuchtet kunstvoll illuminiert. (Bild: DPG/ ZAB/ Marschalsky 2015)

Der Garten der Landesvertretung Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern beim Bund in Berlin wurde vom Verein Berlin leuchtet kunstvoll illuminiert. (Foto: DPG/ ZAB/ Marschalsky 2015)

„Man kann ohne Übertreibung sagen, dass das IYL nirgendwo auf der Welt so dynamisch und vielfältig umgesetzt wurde wie in Deutschland“, lobte Roland Bernecker auf der Abschlussveranstaltung. Das hat seine Ursachen sicher auch in der langen Tradition der exzellenten optischen Industrie in Deutschland. Gleichzeitig wird auf dem Gebiet der Photonik und Lichttechnologien weiter intensiv geforscht.

Die Herausforderungen, die uns dabei erwarten, waren auch Thema einer Podiumsdiskussion. „Es ist sinnvoll, innezuhalten und zu feiern”, bestätigte Christoph Fark von der SCHOTT AG. „Gleichzeitig hebe ich den Finger und sage: Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit halten und verteidigen können.“ Mit Blick auf die Konkurrenz aus Fernost appellierten Vertreter aus Forschung und Industrie an die Politik, die Förderung jetzt nicht zurückzufahren. „Wir merken gar nicht, wie schnell wir in diesem Bereich angegriffen und zum Teil auch überholt werden“, warnte Fark.

Alle Redner waren sich einig, dass das IYL die Kooperation zwischen Forschung und Industrie nachhaltig verstärken wird. Ein gemeinsames Interesse ist die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Jede einzelne der von der DPG koordinierten Veranstaltungen und Aktionen erreichte junge Leute, um sie für physikalische Phänomene zu begeistern. Die Abschlussveranstaltung machte noch einmal deutlich, dass die gesetzten Impulse über das Jahr 2015 hinaus wirken müssen, damit Deutschland weiterhin bedeutende akademische und technologische Beiträge leisten kann.

Vera Palmer

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