Überblick

Sichere Nanomaterialien?!

Neue Erkenntnisse und Methoden in der Physik führten zur Nanotechnologie, einem breiten Forschungsfeld mit möglichen Risiken für Umwelt und Gesundheit.

  • Katja Nau und Harald F. Krug
  • 11 / 2016 Seite: 29

Obwohl seit Jahrhunderten in Gebrauch, macht die Nanotechnologie erst seit etwas mehr als zwanzig Jahren große Schlagzeilen: Zunächst ermöglichten es die Entdeckung des Rastertunnelmikroskops und die damit einhergehenden Entwicklungen, Materie auf atomarer Ebene gezielt zu manipulieren. Kurz darauf haben Risikoforscher das Feld der Nanomaterialien für sich „entdeckt“. Aber was ist wirklich dran an den „neuen Risiken durch Nanomaterialien“?

Die Nanotechnologien in Gänze werden heute in den Medien gern vereinfacht mit der Entwicklung neuer Nanomaterialien gleichgesetzt – ein großer Fehler und eine starke Vereinfachung. Denn Nanomaterialien machen nur einen relativ kleinen Anteil an der gesamten Technologieentwicklung aus. Dennoch ist die Diskussion um die „Risiken der ­Nanotechnologie“ meist auf die Produktion und den Umgang mit Nanopartikeln gerichtet [1], sodass sich dieser Beitrag darauf konzentrieren wird. Noch zu Beginn des neuen Jahrtausends standen „bedrohliche“ technische Szenarien im Mittelpunkt der Befürchtungen wie die „selbst-reproduzierenden Nanobots“. Der Nanoforscher Eric Drexler und der Chemie-Nobel­preisträger Richard Smalley lieferten sich einen heftigen Schlagabtausch, ob Nano-Assembler – also Maschinen, die etwas produzieren und sich auch selbst reproduzieren können – mit den Grundlagen der Natur­wissenschaft vereinbar seien.

Warum ist aber die Kritik mittlerweile nahezu völlig auf ein einziges Merkmal der Nanomaterialien ausgerichtet, nämlich ihre Kleinheit? Um diese Frage schlüssig zu beantworten, sind einige Vorüberlegungen zu wichtigen Kernpunkten in der Entwicklung von sehr kleinen Materialien notwendig...

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07 / 2017

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