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„Es braucht gegenseitiges Verständnis.“

Interview mit Christiane Heinicke – Teilnehmerin an der Marsvorbereitungsmission HI-SEAS, die in Kooperation der Universität Hawaii und der NASA stattfand.

  • Maike Pfalz
  • 11 / 2016 Seite: 26

Drei Frauen und drei Männer – darunter ein Astrobiologe, eine Bodenkundlerin, eine Ärztin und die Physikerin Christiane Heinicke – haben ein Jahr lang zusammen in einem kleinen Habitat auf dem Mauna Loa gewohnt. Die Kommu­nikation mit der Außen­welt war künstlich zeitverzögert, das Habitat verlassen durften die Teilnehmer nur in Raum­anzügen. Ziel der Simulation war es herauszufinden, wie ein Team zusammengesetzt sein muss, um lange Zeit auf engem Raum zusammenzuleben.

Was hat Sie bewogen, sich für diese Mission zu bewerben?

Neugier! Und der Wunsch, aktiv zur Raumfahrt beizutragen. In erster Linie war es ein psychologisches Experiment, bei dem die Gruppendynamik im Mittelpunkt stand. Die Herausforderung bestand darin, dass sechs Leute zusammenleben, ohne sich gegenseitig an den Kragen zu gehen.

Ist Ihnen das gelungen?

Die Tatsache, dass wir alle lebend aus dem Habitat gekommen sind, spricht wohl dafür.

Wie wurden Sie ausgewählt?

Angefangen hat es mit einer Bewerbung mit Lebenslauf. Später musste ich Frage­bögen zu meiner Persönlichkeit ausfüllen und in Tests meine kognitive Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Außerdem gab es ein Skype-Gespräch. Die acht Finalisten wurden dann zu einer einwöchigen Trekkingtour in den Rocky Mountains eingeladen. Anschließend haben wir uns gegenseitig anonym bewertet. Auf dieser Basis wurden die sechs Teilnehmer ausgewählt...

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  • 02. November 2017

In diesem Webi­nar wird ge­zeigt, warum man bei­spiels­weise schon bei der Simu­la­tion eines „ein­fachen“ Laut­spre­chers auf multi­phy­si­ka­li­sche Kopp­lung an­ge­wie­sen sein kann, wenn man ex­pe­ri­men­tel­le Er­geb­nis­se kor­rekt re­pro­du­zie­ren will.

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