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„Ausgangspunkt ist die weiße Landkarte“ 

Interview mit Armin Grunwald, Mitglied der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe

  • Maike Pfalz
  • 10 / 2016 Seite: 20

Anfang Juli hat die „Endlagerkommission“ nach mehr als zwei Jahren Arbeit ihren Abschlussbericht veröffent­licht. In dem über 600 Seiten langen Bericht schlägt die Kommission ein Verfahren mit umfangreicher Bürgerbeteiligung für die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Abfall vor. Unter den 32 Kommissionsmitgliedern war auch der Physiker und Philosoph Armin Grunwald vom Institut für Technikfolgenabschätzung in Karlsruhe.

Das gesuchte Endlager soll für eine Million Jahre bestmögliche Sicherheit bieten – wie lässt sich das gewährleisten?
Das hört sich in der Tat unglaublich lang an, wenn man bedenkt, was allein in den letzten hundert Jahren passiert ist. Auch für mich ist es unvorstellbar, für einen so langen Zeitraum mit technischen Verfahren etwas Sicheres auf die Beine zu stellen. Der Trick ist, das der Geologie zu überlassen. Ein Beispiel: Die Salzstöcke in Norddeutschland, die als mögliche Kandidaten genannt werden, sind 200 bis 300 Millionen Jahre alt und haben sich in dieser Zeit kaum relevant verändert.
Die Leitziele der Kommis­sion waren Sicherheit, Transparenz und Beteiligungsrechte, faires Verfahren, breiter Konsens sowie Verursacher- und Vorsorgeprinzip. Wie passen diese Aspekte zusammen?
Das sind sehr unterschiedliche Anforderungen, die sich zwar nicht gegenseitig ausschließen, aber doch – wie der Physiker sagen würde – inkommensurabel sind. Wir haben diese großen ethischen Begriffe zunächst konkretisiert.

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