Bildung - Beruf

Gut geparkt ist noch nicht studiert

Statistiken zum Physikstudium an den Universitäten in Deutschland 2016

  • Georg Düchs und Gert-Ludwig Ingold
  • 09 / 2016 Seite: 28

Die diesjährige Studierenden­statistik bietet ein uneinheitliches Bild. Einer nochmaligen Steigerung bei der Zahl der Neu-Immatriku­lationen stehen stagnierende Absolventenzahlen und weniger Einschreibungen in Physik-Masterstudiengängen gegenüber. Insbesondere das nach wie vor virulente Phänomen der „Parkstudierenden“ erschwert die Interpretation der Daten.

Die Studierendenstatistik der Konferenz der Fachbereiche Physik (KFP) basiert auf einem vollständigen Datensatz, zu dem alle 59 universitären Physik-Fachbereiche in Deutschland beigetragen haben. Bei den Fachstudiengängen sind die Daten nahezu komplett. Bei den Lehramtsstudien­gängen bestehen dagegen, wie stets, größere Unsicherheiten und gewisse Lücken.

Immatrikulationen

Im Wintersemester 2015/16 und im Sommersemester 2016 haben sich nochmals mehr Personen neu in einen grundständigen Physik-Studiengang eingeschrieben als in den Vorjahren: Insgesamt waren es 16 174, von denen sich 12 251 für einen Bachelorstudiengang Physik entschieden, 1505 für einen Bachelorstudiengang mit Schwerpunkt Physik und 2379 für einen Lehramtsstudiengang (Bachelor oder Staatsexamen). Der einzige verbliebene Diplomstudiengang verzeichnete 39 Neueinschreibungen (Abb. 1 und Tabelle). Damit waren im vorigen Wintersemester 50 597 Personen in einen Physik-Studiengang immatrikuliert (WS 14/15: 48 942; WS 13/14: 47 106; WS 12/13: 43 207). So beein­druckend diese Zahlen sind, so kritisch muss man sie betrachten. Seit mehreren Jahren weisen wir darauf hin, dass bei Weitem nicht alle, die sich für ein Physikstudium einschreiben, dieses auch ernsthaft betreiben oder überhaupt nur antreten. Physikstudiengänge sind in der Regel nicht zulassungsbeschränkt und daher offenbar ein attraktives Ziel für Parkstudierende – dazu unten mehr. (...)

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