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„Immer wieder gewöhnungsbedürftig“

Interview mit dem scheidenden Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft Jürgen Mlynek

  • Stefan Jorda
  • 09 / 2015 Seite: 26

Länger als alle seine Vorgänger stand der Physiker Jürgen Mlynek an der Spitze der 1995 gegründeten Helmholtz-Gemeinschaft. Nach zwei Amtszeiten und zehn Jahren schied er Ende August aus dem Amt.

Wie sähe die deutsche Wissenschaftslandschaft heute aus, gäbe es die Helmholtz-Gemeinschaft nicht?

Die Helmholtz-Gemeinschaft nimmt die forschungspolitischen Interessen des Bundes wahr nach dem Motto „Groß denken und groß handeln“. Sie bearbeitet große Themenfelder wie Energie, Umwelt und Gesundheit und stellt Forschungsinfrastrukturen für die eigene Forschung bereit sowie für die scientific community. Keine andere deutsche Wissenschaftsorganisation leistet das in vergleichbarer Weise. Wenn es Helmholtz nicht gäbe, müsste man uns erfinden.

Wie erklären Sie Ihren ausländischen Kollegen, dass das deutsche Wissenschaftssystem so untergliedert ist?

Das System ist ausgesprochen komplementär aufgestellt. Helmholtz arbeitet strategisch programmatisch. Die Universitäten bieten Forschung, Lehre und Innovation unter einem Dach an. Die Max-Planck-Gesellschaft hält die Kreativität des Einzelnen hoch, bei hervorragenden Arbeitsbedingungen und frei von der Lehre. Die Fraunhofer-Gesellschaft arbeitet anwendungsbezogen und trägt entscheidend zur Innovationskraft gerade auch des Mittelstandes bei. Die schwierigste Rolle hat wohl die Leibniz-Gemeinschaft aufgrund ihrer thematischen Breite und der unterschiedlichen Größe der Einrichtungen. Wir haben also verschiedene Spieler im System, die unterschiedliche Aspekte wunderbar abdecken. ...

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