Geschichte

Ein Pionier der Magneto-Optik

Vor 150 Jahren wurde der niederländische Physiker und Nobelpreisträger Pieter Zeeman geboren.

  • Anne J. Kox
  • 06 / 2015 Seite: 51

Pieter Zeeman gehörte zu der kleinen Zahl von Physikern, die für den großartigen Ruf der nieder­ländischen Physik um 1900 verantwortlich waren. Zusammen mit seinem Kollegen Johannes Diderik van der Waals dominierte er über viele Jahre die Physik an der Universität von Amsterdam.

Geboren wurde Zeeman am 25. Mai 1865 in der Kleinstadt Zierikzee, in der niederländischen Provinz Zeeland, als Sohn eines evangelischen Pfarrers. Bereits in jungen Jahren zeigte sich sein Talent für systematische und sorgfältige Beobachtungen. Im Herbst 1882 war in den Niederlanden ein Nordlicht zu beobachten – ein sehr seltenes Phänomen in diesen Breiten, das Zeeman über viele Stunden fasziniert beobachtete. Seine Aufzeichnungen sandte er an einen Physiklehrer, der diese in zwei Artikeln über das Nordlicht in der Zeitschrift Nature erwähnte. Das führte dazu, dass Zeeman einige Zeit darauf einen Brief erhielt, welcher an „Professor Zeeman“ adressiert war und den Nachdruck eines weiteren Artikels enthielt, in dem Zeemans Beobachtungen erwähnt wurden. Diesen Umschlag bewahrte Zeeman sein ganzes ­Leben lang sorgfältig auf.

Nach Abschluss der weiterführenden Schule ging Zeeman an die Universität Leiden, um Physik zu studieren. Dort wurde er nach seinem Abschluss Assistent am Physiklabor. 1893 promovierte Zeeman bei Heike Kamerlingh Onnes mit einer Dissertation zum Kerr-Effekt. Während eines Forschungsaufenthalts in Straßburg wandte er sich der experimentellen Untersuchung der Ausbreitung elektrischer Schwingungen in Flüssigkeiten zu.

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