Bildung - Beruf

Stabilisierung auf hohem Niveau

Statistiken zum Physikstudium an den Universitäten in Deutschland 2014

  • Georg Düchs und René Matzdorf
  • 09 / 2014 Seite: 23

Die Konferenz der Fachbereiche Physik (KFP) erhebt jährlich statistische Daten zum Physikstudium an deutschen Universitäten. Auch 2014 haben sich daran alle 58 Mitglieder der KFP beteiligt, so dass der Datensatz zu den Fachstudiengängen bis auf wenige Details bei Studiendauern oder Notendurchschnitten komplett ist. Kleinere Abstriche sind für die Zahlen zum Lehramtsstudium zu machen, die von den Fachbereichen meist nicht selbst erfasst werden und deshalb bisweilen Lücken aufweisen.

Wie im Vorjahr hat die KFP bei den Erstsemestern in den grundständigen Studiengängen unterschieden nach Personen, die sich a) immatrikulieren, b) ihr Studium auch antreten und c) dieses wenigstens ein Semester lang ernsthaft verfolgen – 39 Fachbereiche konnten hierzu Daten beisteuern. Wieder hat sich gezeigt, dass die Gruppen (a) bis (c) keineswegs deckungsgleich sind, sich viele Personen also nur als „Parkstudierende“ in der Physik einschreiben.
Insgesamt fußt die Auswertung auf Daten zu beinahe 400 Studien­gängen, die in 16 Kategorien erfasst werden (Tabelle). Diese Vielfalt täuscht darüber hinweg, dass das Physikstudium deutschlandweit inhaltlich und strukturell weitgehend einheitlich organisiert ist. 78 % aller neu für die Physik gewonnenen Studierenden haben sich in einen Bachelor-Fachstudiengang Physik (Kategorie 1) eingeschrieben. Die Physik-Fachstudiengänge (Kat. 1, 7, 12) sind – dank der „offenen Koordination“ durch die KFP – an allen deutschen Fachbereichen kohärent aufgebaut und fachlich klar profiliert. „Studiengänge mit Schwerpunkt Physik“ (Kat. 2, 8, 13) sind deutlich weniger verbreitet (5 % aller Neueinschreibungen); ihre Bedeutung liegt darin, dass sie sich auf einzelne physikalische Themengebiete konzentrieren oder interdisziplinäre Bezüge herstellen. Die Lehramtsstudiengänge, für die sich 16 % der neuen Erstsemester entschieden, unterscheiden sich stark (Kat. 3 – 6, 9 – 11, 14 – 16), was auf die Vielfalt der Schulformen, aber auch auf unterschiedliche politische Rahmenbedingungen in den Bundesländern zurückzuführen ist. Die Diplomstudiengänge (Kat. 12, 13) laufen fast alle aus und können bis auf eine Ausnahme nicht mehr neu belegt werden (unter 1 % aller Neueinschreibungen). (...)

Share |
thumbnail image: Stabilisierung auf hohem Niveau

Aktuelles Heft

Inhaltsverzeichnis
10 / 2017

thumbnail image: PJ 10 2017

Anomalien von Wasser

Ursprung des Lebens

Fraunhofer-Linien

Phänomenta

Zugang Physik Journal

Nur DPG-Mitglieder haben vollen Zugriff auf alle Hefte und Online-Inhalte des Physik Journal und müssen sich dafür mit ihrer Mitgliedsnummer registrieren » 

Erst wenn die Artikel des Physik Journal älter als drei Jahre sind, stehen sie kostenlos und frei zugänglich zur Verfügung

Als DPG-Mitglied erhalten Sie den Physik Journal Newsletter, wenn Sie sich dafür bei der DPG registrieren »

Mediadaten

Die Mediadaten für Werbe­mög­lich­kei­ten im Phy­sik Jour­nal finden Sie als PDFs hier:
2017 deutsch / eng­lisch
2018 deutsch / englisch

Webinar

Warum reale akustische Systeme nur multiphysikalisch simuliert werden können

  • 02. November 2017

In diesem Webi­nar wird ge­zeigt, warum man bei­spiels­weise schon bei der Simu­la­tion eines „ein­fachen“ Laut­spre­chers auf multi­phy­si­ka­li­sche Kopp­lung an­ge­wie­sen sein kann, wenn man ex­pe­ri­men­tel­le Er­geb­nis­se kor­rekt re­pro­du­zie­ren will.

Alle Webinare »

Site Login

Bitte einloggen

Andere Optionen Login

Website Footer