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„Die Versuche müssen klappen“

Interview mit Marcus Weber und Engelbert Kobelun von den „Physikanten & Co.“

  • Maike Pfalz
  • 02 / 2013 Seite: 20

Die „Physikanten & Co.“ wecken mit ihren Shows seit Jahren Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene in der breiten Öffent­lichkeit und insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Dafür sind sie im November mit der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der DPG ausgezeichnet worden. Die Physikanten, zu denen echte Physiker, aber auch gelernte Schauspieler und Künstler zählen, bedankten sich am Tag der DPG mit einer abwechslungsreichen Physikshow. Im Interview erzählen der Gründer und Physiker Marcus Weber und sein langjähriger Bühnenpartner Engelbert Kobelun, wie sich ihre Shows entwickelt haben.

Vor so vielen Physikprofessoren wie hier beim Tag der DPG sind Sie vermutlich noch nie aufgetreten. Haben Sie sich darauf extra vorbereitet?

Marcus Weber: Für heute haben wir uns bemüht, ein Programm mit anspruchsvolleren Sachen zu präsentieren. Die Frage am Anfang, ob ein rohes Ei oder ein gekochtes schneller die schiefe Ebene hinun­ter rollt, war allerdings riskant. Wenn alle richtig gelegen hätten, wäre das nicht witzig gewesen. Aber ziemlich genau die Hälfte des Publikums lag falsch. Auch die Honoratioren in der ersten Reihe dachten, das gekochte Ei würde schneller rollen. Das war sehr schön für uns. Und wenn so viele daneben liegen, lohnt es sich offenbar auch, über solche Dinge gründlicher nachzudenken.
Ich war überrascht, dass Sie dieses fachkundige Publikum so früh gepackt hatten.

Engelbert Kobelun: Auch Professoren wollen lachen. Humor gehört einfach dazu.

Weber: Letztlich konnte man sehen, was das Team ausmacht, nämlich dass alle Leute einen sehr professionellen Hintergrund haben. Einmal von der Physik, damit die Versuche funktionieren und gut aussehen, aber auch von der darstellerischen Seite. Engelbert ist zum Beispiel gelernter Schauspieler. Das zahlt sich aus.

Kann und darf man über Physik lachen?

Kobelun: Aus meiner Sicht geht es nicht darum, dass man über Physik lacht. Die Physik ist ein Mittel, das den Humor transportiert, ohne dass man – und darauf achtet Marcus – die Inhalte vernachlässigt.

Weber: Wir machen uns nie über die Physik lustig, über Physiker schon (lacht). Es ist schließlich auch gut, mal über sich selbst zu lachen. Wenn wir das Ganze sympathisch rüberbringen, lachen die Leute letztlich nicht über die Physik, sondern über uns und über die Art, wie wir die Physik auf der Bühne zeigen. ...

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