Preisträger

Gezielt zur Oszillation gebracht

Spin-Hall-Nano-Oszillatoren eignen sich für künftige Anwendungen beispielsweise in der Kommunikationstechnologie.

  • Toni Hache
  • 09 / 2018 Seite: 69

In Spin-Hall-Nano-Oszillatoren können GHz-Oszilla­tionen der Magnetisierung auftreten, deren Frequenz sich gezielt variieren lässt. Damit haben sie ein hohes Anwendungspotenzial in künftigen Kommunikations­technologien – von der Entwicklung neuartiger Mikrowellenquellen und -empfänger über Quellen für Spinwellen in der Magnonik bis zum Einsatz in neuronalen Netzwerken. Dies könnte zu einer energieeffizienteren und schnelleren Datenverarbeitung führen.

Spin-Hall-Nano-Oszillatoren (SHNO) bieten gegenüber anderen GHz-Oszillatoren den Vorteil, dass sie sich skalieren sowie einfach und kostengünstig herstellen lassen. Dies macht sie für eine breite Palette an Anwendungen interessant. Die aktuelle Forschung zielt darauf ab, die Ausgangsleistung der Oszillatoren zu erhöhen und die Linienbreite zu reduzieren. Beides ist z. B. über die Synchronisation mehrerer Oszillatoren untereinander oder zu einem äußeren Stimulus möglich.

Der Spin-Hall-Effekt ist das spinabhängige Gegenstück zum klassischen Hall-Effekt. Hier kommt es zu einer rein spinabhängigen Ablenkung von Elektronen senkrecht zur Stromrichtung, ohne dass notwendigerweise ein äußeres Magnetfeld anliegt [1]. Ursache dafür sind spinabhängige Streumechanismen, hervorgerufen durch Fremdatome (extrinsisch) oder durch die Bandstruktur des Materials selbst (intrinsisch). Die Effekte sind in Materialien mit hoher Spin-Bahn-Wechselwirkung besonders stark. (...)

Share |
thumbnail image: Gezielt zur Oszillation gebracht

Aktuelles Heft

Inhaltsverzeichnis
11 / 2018

thumbnail image: PJ 11 2018

Smarte Experimente

Vielteilchenlokalisierung

Frustriert in Bewegung

Arnold Sommerfeld

Zugang Physik Journal

Nur DPG-Mitglieder haben vollen Zugriff auf alle Hefte und Online-Inhalte des Physik Journal und müssen sich dafür mit ihrer Mitgliedsnummer registrieren » 

Erst wenn die Artikel des Physik Journal älter als drei Jahre sind, stehen sie kostenlos und frei zugänglich zur Verfügung

Als DPG-Mitglied erhalten Sie den Physik Journal Newsletter, wenn Sie sich dafür bei der DPG registrieren »

Mediadaten

Die Mediadaten für Werbe­mög­lich­kei­ten im Phy­sik Jour­nal finden Sie als PDFs hier:
2018 deutsch / englisch

Webinar

Vom Raytracing-Modell zum digitalen Prototypen

  • 22. November 2018

Raytracing ist die Stan­dard­methode zur Ent­wick­lung von opti­schen Sys­te­men und wird ein­ge­setzt, um diese Sys­teme vir­tuell auszu­legen und Vor­her­sagen über ihre opti­schen Ei­gen­schaf­ten zu ma­chen. Ein­satz­be­rei­che sol­cher digi­ta­ler Pro­to­ty­pen sind bei­spiels­weise die Ent­wick­lung von Laser- oder Ab­bil­dungs­sys­te­men.

Alle Webinare »

Site Login

Bitte einloggen

Andere Optionen Login

Website Footer