Preisträger

Let’s twist again

Getwistete magnetische Strukturen lassen sich gezielt erzeugen und für zukünftige Anwendungen in der Spintronik einsetzen.

  • Karin Everschor-Sitte
  • 09 / 2018 Seite: 49

Das Feld der Skyrmionics, also Spintronik mit topologisch stabilisierten magnetischen Wirbeln, hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Skyrmionen lassen sich auf verschiedene Arten erzeugen, manipulieren, bewegen und vernichten, was sie als Datenspeicher nützlich macht. Zudem sorgen ihre Twists für eine interessante Magnetisierungsdynamik.

Let‘s Twist Again war Anfang der 60er-Jahre ein großer Hit von Chubby Checker. Das Lied spielt auf den legendären Twist-Tanz an, bei dem man pantomimisch mit den Fußballen Zigaretten­kippen ausdrückt und sich gleichzeitig mit einem Handtuch den Rücken abrubbelt. Etwa zur gleichen Zeit befasste sich Tony Skyrme mit einem anderen Twist: Er schlug vor, dass sich die Stabilität z. B. von Protonen dadurch erklären ließe, dass man sie als teilchenartige topologische Wirbel in Quantenvektorfeldern betrachtet [1]. Um 1965 stellte sich heraus, dass Protonen aus Quarks bestehen, weshalb Skyrmes Theo­rie in der Teilchenphysik in den Hintergrund geriet. Sein mathematisches Konzept der topologisch stabilen Wirbel in nichtlinearen Feldtheorien findet jedoch in vielen anderen Bereichen der Physik erfolgreich Anwendung, beispielsweise in Quanten-Hall-Systemen, Flüssigkris­tall-Phasen, Bose-Einstein-Kondensaten und dem Magnetismus. Entsprechend des Entdeckers sind diese teilchenartigen Wirbel als Skyrmionen bekannt.

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11 / 2018

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