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„Wir sind ins kalte Wasser gesprungen.“ 

Interview mit Martin Wegener, Jens Fahrenberg und Martin Hermatschweiler, den Vertretern der Preisträger des DPG-Technologietransferpreises 2017/2018

  • Kerstin Sonnabend
  • 07 / 2018 Seite: 26

Das Institut für Nanotechnologie (INT) und das Innovations- und Relationsmanagement (IRM) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erhielten in diesem Jahr zusammen mit der Nanoscribe GmbH den Technologietransfer­preis der Deutschen Physikali­schen Gesellschaft.1) 2016 erstmals verliehen, würdigt der Preis eine erfolgreiche Ausgründung der letzten Jahre, die ihre Produkte dauerhaft am Markt platzieren konnte – und ehrt auch das ideengebende Institut sowie die Beratungsstelle für den Transfer.

Welche Produkte bietet die Nano­scribe GmbH an?
Martin Hermatschweiler: Wir stellen 3D-Drucker her, die drei­dimensionale Strukturen erzeugen – ab etwa 100 nm Größe bis hin zu Volumen im Kubikmillimeter- und Flächen im Quadratzentimeterbereich. Und das bei höchster Auflösung. Basis dafür sind die Laserlithographie sowie speziell entwickelte Fotolacke.
Martin Wegener: Physikalisch steckt die Zwei-Photonen-Absorption dahinter, die schon Maria Goeppert-Mayer in ihrer Doktorarbeit untersucht hat. In meiner Arbeitsgruppe haben wir die Technik ursprünglich entwickelt, um photonische Kristalle herzustellen. Das waren große unhandliche Aufbauten im Labor…
Hermatschweiler: … nicht zu vergleichen mit den Geräten, die wir heute vertreiben.

Wie kamen Sie auf die Idee, dass sich dahinter ein Produkt verstecken könnte?
Wegener: Ich habe 2006 den Carl-Zeiss-Forschungspreis erhalten. Danach wollte die Carl Zeiss AG meine Arbeitsgruppe irgendwie unterstützen. Aus dem Blauen heraus habe ich als konkretes Projekt vorgeschlagen, einen Prototypen für die 3D-Laserlithographie zu entwickeln und vielleicht als Produkt zu vermarkten.

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