Überblick

Rechnen im Netz

Das Grid Computing ist für die Datenanalyse der LHC-Experimente unentbehrlich.

  • Günter Quast und Armin Scheurer
  • 05 / 2011 Seite: 25

Mit dem Start des regulären Betriebs des Large Hadron Collider (LHC) am CERN begann für die Teilchenphysik eine neue Ära. In dieser sollen sich zentrale Fragen klären wie die nach dem Ursprung der Masse oder nach der theoretisch vermuteten Supersymmetrie zwischen Fermionen und Bosonen. Die beteiligten Physiker haben sich aber auch auf vielerlei Szenarien neuer Physik jenseits des bisher äußerst erfolgreichen Standardmodells der Teilchenphysik vorbereitet. Das Rückgrat für die Datenauswertung der Experimente bildet ein globales Netzwerk von mehreren hundert Rechenzentren, das „Worldwide LHC Computing Grid“.

Nach jahrzehntelangen Aufbauarbeiten des LHC und der Detektoren ALICE, ATLAS, CMS und LHCb konnten am 10. September 2008 alle Experimente erstmals Strahlreaktionen der Protonen im LHC bei einer Injektionsenergie von 450 GeV aufzeichnen. Während der mehr als einjährigen Reparaturphase nach einer technische Panne im September 2008 gelang es, Milliarden Ereignisse aus der kosmischen Strahlung zu registrieren und damit eine erste Eichung der Detektorkomponenten vorzunehmen. Die Zeit diente insbesondere auch dazu, die Verteilung und Auswertung der Daten innerhalb des Computer-Netzwerks der am LHC beteiligten Institute unter realistischen Bedingungen zu erproben und zu verbessern. Bei der Wiederinbetriebnahme Ende 2009 löste der LHC mit dem Erreichen einer Schwerpunktsenergie von 2,36 TeV schließlich das Tevatron als weltweit leistungsstärksten Beschleuniger ab. Nach einer kurzen Winterpause lief der LHC dann ab dem 30. März 2010 im regulären Betrieb bei einer Schwerpunktsenergie von 7 TeV. ...

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