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LHC - ''Licht ins dunkle Universum bringen''

Interview mit dem designierten Generaldirektor des CERN, Rolf-Dieter Heuer

  • Stefan Jorda
  • 10 / 2008 Seite: 20

Nach einer Bauzeit von acht Jahren ging in diesem Herbst der drei Milliarden Euro teure Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf in Betrieb. Wenige Wochen später, im Januar 2009, beginnt die fünfjährige Amtszeit von Rolf-Dieter Heuer als Generaldirektor des CERN – der zweite Deutsche in diesem Amt. Ende August sprach Stefan Jorda mit dem experimentellen Teilchenphysiker in Genf.

In wenigen Wochen fällt der Startschuss für den LHC, und kurz danach beginnt Ihre Amtszeit als Generaldirektor. Wie ist Ihr Gemütszustand?

Gut. Ein kleines bisschen aufgeregt und voller Vorfreude. Nicht angespannt, sondern gespannt.

Ist das auch die allgemeine Stimmung hier am CERN?

Mit Sicherheit. Wir legen jetzt einen Sprint hin am Schluss eines Marathonlaufs, hat jemand gesagt.

Was heißt es, den LHC in Betrieb zu nehmen? Da wird ja nicht ein Schalter umgelegt, und die Maschine läuft …

Genau. Da gibt es viele Teilschritte. Die Vorbeschleuniger des LHC sind bereits alle getestet, auch der erste Einschuss in den Collider. Alles muss fein aufeinander abgestimmt sein, die Steuerung der Magnete, das ganze Timing, bevor am 10. September der Strahl mit der Einschussenergie vom SPS einmal im Kreis herum laufen soll. Wenn beide gegenläufigen Strahlen durchgefädelt sind, werden wir die Energie langsam hoch fahren und die Strahlen zur Kollision bringen – ich hoffe, dass dies am 21. Oktober, dem Tag der offiziellen Einweihung, erstmals der Fall sein wird. Danach starten die Messungen, allerdings
mit niedrigem Strahlstrom.


Wie funktioniert die Inbetriebnahme der Detektoren?

Der Knackpunkt wird sein, die Detektoren wirklich zu verstehen.

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