Elf Millionen Euro für optische Technologien

  • 07. December 2015

DFG bewilligt dritte Förder­phase für den Sonder­for­schungs­bereich Halb­leiter-Nano­photonik.

Der Sonder­forschungs­bereich Halb­leiter-Nano­photonik: Materialien, Modelle, Bauelemente SFB 787 der TU Berlin geht in die dritte Phase: Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft fördert den SFB von 2016 bis 2019 für weitere vier Jahre mit über elf Millionen Euro. „Dies ist eine große Anerkennung für die sehr erfolg­reiche Arbeit der vergangenen Jahre, in denen der SFB 787 auch einen wesent­lichen Beitrag zur Profil­bildung der TU Berlin geleis­tet hat. In der dritten Förder­periode möchten wir mit unserer Arbeit Berlins führende Stellung im Bereich der Halb­leiter-Photonik-For­schung in Deutsch­land und Europa weiter festigen“, sagt Michael Kneissl zum Erfolg. Kneissl forscht am Institut für Fest­körper­physik der TU Berlin und ist Sprecher des Sonder­forschungs­bereichs.

Im Reinstraum-Labor des Instituts für Festkörperphysik der TU Berlin in Berlin-Charlottenburg. (Bild: TUB / Dahl)

Im Reinstraum-Labor des Instituts für Festkörperphysik der TU Berlin in Berlin-Charlottenburg. (Bild: TUB / Dahl)

Das Forschungs­spektrum reicht von der Ent­wicklung von Qubit-Emittern für die absolut sichere Datenübertragung mittels Quanten­kryptographie über energie­effiziente Nanolaser für Multi-Tera-Bus-Verbindungen und ultra­schnelle Daten­kommunikations­systeme bis hin zu Hoch­leistungs­laser­dioden im fernen ultra­violetten Spektral­bereich für die Material­bearbeitung und Anwendungen in der medizinischen Diagnostik.

„Es freut mich besonders, dass die DFG in der dritten Phase auch das neu vorgeschlagene integrierte Graduierten­kolleg – die School of Nanophotonics – fördern wird“, erklärt Kneissl. Die Förderung der wissen­schaftlichen Unabhängig­keit, die Erlangung überfachlicher Kompetenzen, internationale Sicht­barkeit und wissen­schaftlicher Austausch sind wichtige Bausteine des neuen Kollegs. „Mit unserem Netz­werk bieten wir beste Bedingungen für die struktu­rierte Promotions­förderung“, so Kneissl. Derzeit hat die School of Nano­photonics mehr als achtzig Doktorandinnen und Doktoranden.

Photonics ist einer der am schnellsten wachsenden Industrie­zweige in Europa. Alleine in Deutschland sollen bis zum Jahr 2020 mehr als 30.000 neue Arbeits­plätze im Bereich optischer Techno­logien entstehen – für die Doktorandinnen und Doktoranden also ein aussichts­reiches Berufs­feld. Auch der SFB-Themen­schwerpunkt Entre­preneur­ship bietet ihnen weitere Möglich­keiten der Verzahnung von Theorie und Praxis. In den vergangenen vier Jahren erzielte der SFB  mit den Ausgrün­dungen UV Photonics NT und Sicoya erste Erfolge. Seine Inkubator­aktivitäten beschränken sich aber nicht nur auf Ausgründungen, sondern zeigen sich auch in der Zusammen­arbeit mit Industrie­partnern in Berlin, Deutschland und weltweit. „Gerade für einen anwendungsnah forschenden Sonder­forschungs­bereich ist der Trans­fer­aspekt sehr wichtig“, erläutert Kneissl. Darum ist es auch ein wichtiges Ziel, in der kommenden Förder­phase Erkenntnisse aus der Grund­lagen­forschung mit Industriepartnern bis zur Anwendung weiter­zu­entwickeln.

In dem SFB forschen mittlerweile mehr als 140 Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler der Disziplinen Physik, Mathematik, Material­wissenschaften und Elektro­technik in 16 Teilprojekten an neuartigen photonischen und nano­photonischen Bauelementen. Beteiligt sind die TU Berlin als Sprecher­hochschule, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und eine Reihe von außer­universitären Forschungs­einrichtungen, das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchst­frequenz­technik, das Fraunhofer-Institut für Nachrichten­technik Heinrich-Hertz-Institut, das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik und das Konrad-Zuse-Zentrum für Informations­technik. Mit der dritten Förderungs­bewilligung ergibt sich über die Gesamt­laufzeit von zwölf Jahren ein Förder­volumen von knapp 33 Millionen Euro, mit dem die Nano­photonik-Forschung an der TU Berlin und deren Partnern unter­stützt wird.

TUB / SK

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