Preis für spitzenverstärkte Raman-Spektroskopie

  • 14. September 2018

Marie Richard-Lacroix mit „Raman Award for the Best Junior Researcher“ ausgezeichnet.

Mikroskope eröffnen uns Einblick in Zellen und die darin ablaufenden bio­chemischen Prozesse. Vorgänge, die sich innerhalb einzelner Moleküle, also auf wesent­lich kleineren Skalen, abspielen, sind das Forschungs­gebiet von Marie Richard-Lacroix. Mit Hilfe der spitzen­verstärkten Raman-Spektro­skopie untersucht die Wissenschaft­lerin vom Leibniz-Institut für Photonische Tech­nologien Jena (Leibniz-IPHT) und der Friedrich-Schiller-Univer­sität Jena Moleküle im Nanometer­bereich. Für ihre heraus­ragenden Forschungs­arbeiten wurde sie während der Inter­national Con­ference on Raman Spectro­scopy (ICORS) mit dem „Raman Award for the Best Junior Researcher“ ausgezeichnet.

Abb.: Die Preisträgerin Marie Richard-Lacroix kam 2016 aus Kanada nach Jena, um in der Arbeitsgruppe von Volker Deckert zu forschen. (Bild: S. Döring, Leibniz-IPHT)

Abb.: Die Preisträgerin Marie Richard-Lacroix kam 2016 aus Kanada nach Jena, um in der Arbeitsgruppe von Volker Deckert zu forschen. (Bild: S. Döring, Leibniz-IPHT)

Seit 2016 forscht Marie Richard-Lacroix in der Gruppe von Volker Deckert an der Univer­sität Jena und am Leibniz-IPHT auf dem Gebiet der spitzen­verstärkten Raman-Spektro­skopie. Die licht­basierte Untersuchungs­methode liefert neben der Infor­mation über die chemische Zusammen­setzung einer Probe eine extrem hohe räumliche Auflösung. Die gewonnenen Daten nutzt die Chemikerin, um molekulare Reaktions­mechanismen aufzuklären. „Jena sticht als heraus­ragender Ort für Optik und Spektro­skopie international hervor. Der inter­disziplinäre Forschungs­fokus, exzellente Labor­ausstattung und die gute Vernetzung mit Kooperations­partnern sind ideale Bedingungen, um mein eigenes Forschungs­thema auszubauen“, beant­wortet die gebürtige Kanadierin die Frage, warum sie sich entschieden hat nach ihrer Promotion nach Jena zu kommen.

Die Anzahl und Qualität ihrer wissen­schaftlichen Veröffent­lichungen sind ebenso beein­druckend wie die zahlreichen Auszeich­nungen, die die junge Forscherin bisher erhalten hat. „Darüber hinaus ist Marie eine geschätzte Ansprech­partnerin in meiner Arbeits­gruppe und engagiert sich in der Lehre. Ich freue mich über ihre Aus­zeichnung mit dem angesehenen „Raman Award“. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer eigen­ständigen wissen­schaftlichen Karriere, die ich sehr gerne unterstütze“, so Deckert.

Annika Düver, die im Rahmen ihrer Doktor­arbeit ebenfalls am Leibniz-IPHT forscht, erhielt während der Konferenz einen Preis für ihr Poster mit dem Thema „Micro­biological Uptake of Hydrogen and Release of Nitrogen – Monitored by Raman Gas Spectro­scopy“. Die 26th Inter­national Conference on Raman Spectro­scopy fand Ende August 2018 in Jeju, Korea statt. Seit 2014 werden die Raman Awards an führende Wissen­schaftlerinnen und Wissen­schaftler für heraus­ragende Leistungen auf dem Gebiet der Raman-Spektro­skopie verliehen.

Leipniz-IPHT / JOL

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