Aromatische Emitter als Alternative

  • 23. February 2018

Effiziente OLEDs lassen sich auch mit einfachen und günstigen Verbindungen herstellen.

Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben zusammen mit britischen Kollegen entdeckt, dass einfache organische Carbonyle potenzielle Emitter für organischen Leucht­dioden (OLEDs) sind. Diese Moleküle sind deutlich günstiger und leichter herzustellen als heute genutzte Verbindungen. OLEDs finden in Bildschirmen von Smart­phones und Fernsehern immer breitere Anwendung. Sie sind außerdem eine sehr viel­versprechende Alternative in der Beleuchtungs­technik. Mit ihnen können unter anderem flächige Strahler gebaut werden, deren Farbe variabel ist.

Abb.: Das Bild symbolisiert, dass in OLEDs die Energie von Elektron-Loch-Paaren (violett) durch Emitter in Licht umgewandelt wird. Der hier untersuchte chimärenhafte Emitter vereinigt scheinbar widersprüchliche Eigenschaften. (Bild: Zeichnung der Chimäre: E. Wiszniewska / Gestaltung: C. Torres Ziegenbein)

Abb.: Das Bild symbolisiert, dass in OLEDs die Energie von Elektron-Loch-Paaren (violett) durch Emitter in Licht umgewandelt wird. Der hier untersuchte chimärenhafte Emitter vereinigt scheinbar widersprüchliche Eigenschaften. (Bild: Zeichnung der Chimäre: E. Wiszniewska / Gestaltung: C. Torres Ziegenbein)

Die Kernkomponente von OLEDs sind Emitter-Moleküle, die in organische Halb­leiter gemischt sind. Diese Emitter beziehen Energie aus der Rekombination von Elektron-Loch-Paaren in den Halbleitern und wandeln diese Energie in Licht um. Dabei können zwei unterschiedliche Zustände von Paaren (Singlets und Triplets) auftreten. Gute Emitter sind in der Lage, beide Sorten in Licht umzuwandeln. Derzeit setzt man hierfür Verbindungen des seltenen und teuren Metalls Iridium ein.

Die Arbeitsgruppe für Femto­sekunden­spektro­skopie von Peter Gilch am Institut für Physikalische Chemie der HHU hat zusammen mit Kollegen der britischen Durham University um Andrew Monkman einfache organische Moleküle als Alternativen zu den heutigen Emittern gesucht; sie fanden viel­versprechende Kandidaten.

Peter Gilch und Kollegen gelang es, einfache aromatische Carbonyle als Emitter zu identifizieren. Diese sind auch ohne Einsatz eines Metall­ions in der Lage, die beiden Sorten von Elektron-Loch-Paaren „abzuernten“. Carbonyle enthalten als Grundstruktur ein Kohlenstoff­atom, das über eine Doppel­bindung an ein Sauerstoff­atom gebunden ist. Dieser Grund­struktur findet sich auch in sehr vielen Natur­stoffen.

HHU / DE

Share |

Bestellen

Sie interessieren sich für ein Bezugsmöglichkeiten von Optik & Photonik oder Laser Technik Journal?

Site Login

Bitte einloggen

Andere Optionen Login

Website Footer