Enceladus schickt Saturn Elektronen

  • 20. April 2011

Aurora des Saturn deutet auf Ladungstransport von den Vulkanen des Enceladus hin.

Ein glühender Fleck in Saturns Atmosphäre deutet auf den Transport geladener Teilchen vom Mond Enceladus zum Planeten hin. Die Teilchen wechselwirken – wie auch bei der Entstehung des Polarlichtes – mit der Atmosphäre und sorgen so für die Emission ultravioletten Lichts.

Künstlerische Darstellung der Entstehung der Auroraspuren auf dem Saturn.

Abb.: Künstlerische Darstellung der Entstehung der Auroraspuren auf dem Saturn. (Bild: Ken Moscati and Abi Rymer, JHUAPL Including data from NASA/JPL/JHUAPL/University of Colorado/Central Arizona College/SSI)

Analog zur Erzeugung solcher Emissionen auf dem Jupiter durch seinen vulkanisch sehr aktiven Mond Io gingen Forscher schon lange davon aus, dass sich solch ein Prozess auch bei Saturn und Enceladus abspielt. Nach der erfolglosen Suche mit verschiedenen Teleskopen konnte nun die Raumsonde Cassini von ihrer dafür prädestinierten Position in Saturns Umlaufbahn ein schwaches Glühen auf einer Fläche von etwa 1.200 km × 400 km ausmachen und mittels eines Elektronenspektrometers den Ladungsträgertransport verfolgen.

Die Elektronen stammen vermutlich von der vulkanischen Aktivität des Enceladus. Ausgestoßener Wasserdampf erzeugt eine Plasma, dessen geladene Teilchen sich entlang der Magnetfeldlinien zum Nordpol des 240.000 km entfernten Planeten bewegen. Diese neuen Entdeckungen könnten helfen, Licht in das Dunkel um das Magnetfeld und den mittlerweile sehr populären Mond des Planeten Saturn zu werfen. Zum Beispiel könnte die Änderung der Leuchtkraft des Flecks von der Fluktuation der vulkanischen Aktivität des Mondes herrühren.

UCL / IC / Konrad Kieling

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