Wintersport im Windkanal

  • 03. November 2010

Körperhaltung der Ski Alpin Paralympics-Nationalmannschaft im Windkanal optimiert.

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) helfen der deutschen Paralympics-Nationalmannschaft im Ski Alpin, die windschnittigste Haltung zu finden. Die Untersuchungen sind am Dienstag, 2. und Mittwoch, 3. November 2010 zusammen mit Sportmedizinern der Universität Göttingen in einem Windkanal der TU Hamburg-Harburg durchgeführt worden.

Um die "schnellste Körperhaltung" zu finden nehmen die fünf Athleten und zwei Athletinnen verschiedene Positionen im Windkanal ein. Fünf sind Rollstuhlfahrer und nutzen einen bobähnlichen Monoski, einem fehlt ein Arm. Monoskis wurden für Rollstuhlfahrer entwickelt, die auf diese Weise sitzend den Skisport ausüben können. Die Körperhaltung und damit der Luftwiderstand sind dabei anders als bei nichtbehinderten Skifahrern. "Wir messen den Luftwiderstand, den Auftrieb der Ski und die Kippmomente", erklärt Andreas Dillmann vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Göttingen. Daraus sollen sich Anhaltspunkte ergeben, wie die Körperhaltung verbessert werden kann. Die Sportler werden mit bis zu 130 Stundenkilometern angeblasen – Geschwindigkeiten, die auch bei der Skiabfahrt erreicht werden.

Besprechung der Ergebnisse

 

Abb.: Besprechung der Ergebnisse. (Bild: DLR)

Laut Maike Hujara, der Trainerin des Teams, hat sich die Intuition, eine Eiform einzunehmen, bestätigt. Aber auch neue Erkenntnisse bezüglich der Armhaltung konnten gewonnen werden – hier versucht man hohe Geschwindigkeiten und Stabilität des Athleten zu vereinen. Welche außergewöhnlichen Körperhaltungen einen Vorteil bringen kann, ist beim kommenden Europacup am 10.12.2010 und dem Weltcup Anfang 2011 beobachtet werden.

DLR / KK

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